- Oppositionsführer Jair Lapid kritisiert die Regierung.
- Ein Geisel-Deal mit der Hamas könnte möglich sein.
- Es sind noch 48 Geiseln in Hamas-Gewalt, 20 leben.
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Lapid bezog sich auf die Bemühungen der internationalen Vermittler, bei indirekten Gesprächen eine Einigung zwischen Israel und der islamistischen Hamas im Gazastreifen herbeizuführen. Diese sollte die Freilassung der Geiseln aus der Gewalt der Hamas sowie eine dauerhafte Waffenruhe beinhalten. Vor dem Hintergrund einer drohenden Großoffensive der israelischen Armee in der Stadt Gaza haben die Vermittlerstaaten USA, Ägypten und Katar ihre diesbezüglichen Anstrengungen zuletzt intensiviert.
Wie Lapid weiter ausführte, hätten ihn hohe Beamte dieser Staaten kontaktiert. Seinen Worten zufolge sollen sie ihr Unverständnis darüber geäußert haben, dass sie von Israel auf ihre jüngsten Vorschläge keine Antwort erhalten hätten. "Keine positive, und auch keine negative. Israel antwortet schlicht und einfach nicht."
Nach Lapids Darstellung hat die Hamas den Vermittlern mitgeteilt, sie sei offen sowohl für eine umfassende als auch eine partielle Vereinbarung. Die Netanjahu-Regierung pocht derzeit auf eine Kapitulation und Entwaffnung der Hamas - was diese ablehnt. Zuvor hatte sie monatelang eine teilweise Einigung verlangt, die die Freilassung der Geiseln in Phasen vorgesehen hätte, zwischen denen Israel den Krieg wieder hätte starten können. Die Hamas hatte bislang auf eine Lösung in einem Guss gedrungen - mit der Beendigung der Kampfhandlunge nach Freilassung aller Geiseln.
Nach israelischer Einschätzung befinden sich noch 48 Geiseln in der Gewalt der Hamas, von denen 20 noch am Leben sein sollen. Die meisten lebenden Entführten werden in den Tunneln der Hamas unter der Stadt Gaza vermutet. Ihre Angehörigen, aber auch die Armeeführung befürchten, dass die militärische Einnahme der Stadt Gaza ihr Leben gefährden würde./gm/DP/mis
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