Öffentlicher Dienst: Tarifgespräche im Schatten von Protesten
BERLIN (dpa-AFX) - Im öffentlichen Dienst der Länder werden die Tarifgespräche fortgesetzt. Begleitet werden soll die zweite Runde in Potsdam am Donnerstag von Protesten hunderter Beschäftigter vor Ort. Nach zahlreichen Warnstreiks der vergangenen Tage wollen sie in Hörweite des Verhandlungsgeschehens lautstark auf ihre Forderungen aufmerksam machen, wie es bei den Gewerkschaften hieß.
Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die mehr als 920.000 Tarifbeschäftigten sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 300 Euro mehr. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) lehnt das als unbezahlbar ab. Betroffen sind mehr als zwei Millionen Beschäftigte, denn auf rund 1,3 Millionen Beamtinnen und Beamte wird der Abschluss in der Regel in den einzelnen Ländern übertragen. Nur Hessen hat einen anderen Tarifvertrag.
Die zweite Verhandlungsrunde dauert bis Freitag. Mitte Februar wollen beide Seiten in Potsdam abschließend aufeinandertreffen. Bei schwierigem Verhandlungsverlauf ist zuvor eine Ausweitung der Warnstreiks wahrscheinlich. Verstärkt bestreikt werden könnten Unikliniken, Kitas in Stadtstaaten, Universitäten, aber auch winterliche Straßendienste./bw/DP/nas
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