- OECD prognostiziert 1,1% Wachstum für Deutschland.
- Die Schätzung wurde um 0,4 Prozentpunkte angehoben.
- Für den Euroraum rechnet die OECD mit 1,0% Zuwachs.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Auch im Euroraum und mit Blick auf die Weltwirtschaft hat die OECD ihre Prognosen für dieses Jahr leicht angehoben. Sie geht von 1,0 Prozent beziehungsweise 2,9 Prozent Zuwachs aus. Für das kommende Jahr ist ihr Ausblick mit ebenfalls 1,0 Prozent und 3,0 Prozent allerdings etwas pessimistischer als noch im Juni.
Unsicherheiten durch Konflikte, Wetter und KI-Zukunft
Trotz der negativen Folgen durch den Konflikt im Mittleren Osten blieb das Wachstum in der ersten Jahreshälfte der OECD zufolge in vielen Ländern robust. Große Ölvorräte, Lieferungen von außerhalb der Golfstaaten und staatliche Unterstützungsmaßnahmen federten die Folgen demnach ab. Der Ausblick hänge dennoch stark davon ab, ob eine dauerhafte Lösung des Konflikts gefunden werde. Zölle und Ausfuhrbegrenzungen seien zusätzliche Unwägbarkeiten.
Entsprechend stellte die OECD klar, dass der Wirtschaftsausblick mit großer Unsicherheit behaftet sei. Sollte sich der Energiemarkt rasch normalisieren, würde das den Druck der Inflation senken und Geschäfte fördern. Erneute Störungen könnten hingegen das Wachstum dämpfen. Auch gebe es wetterbedingte Risiken wie einen starken El Niño, die mit Lieferengpässen und hohen Lebensmittelkosten einhergehen könnten. Zudem könnte das Wachstum gebremst werden, sollten sich Investitionen in Künstliche Intelligenz nicht wie erwartet auszahlen.
Die in Paris ansässige OECD vereint Länder, die sich zu Demokratie und Marktwirtschaft bekennen. Mittlerweile sind neben großen Volkswirtschaften wie Deutschland, den USA und Japan auch Schwellenländer wie Mexiko und Chile Mitglied. Insgesamt gehören 38 Staaten der OECD an. Die Fachleute der Organisation erarbeiten unter anderem regelmäßig Konjunkturprognosen und sind für den weltweit größten Schulleistungstest Pisa verantwortlich./rbo/DP/stk
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