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NRW: Warnstreiks an Awo-Kitas, Schulen, Unikliniken, Hochschulen

ESSEN/KÖLN (dpa-AFX) - Die Warnstreikwelle erreicht Kindertagesstätten der Arbeiterwohlfahrt (Awo). Die Gewerkschaft Verdi hat im Tarifkonflikt um die Awo NRW zu ersten Aktionen in mehreren Regionen von NRW aufgerufen.

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Außerdem hat Verdi im Tarifkonflikt des Öffentlichen Dienstes der Länder Beschäftigte an sechs Unikliniken, zahlreichen Hochschulen sowie der Landesverwaltung erneut zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

In einigen Städten kann es durch die geplanten Demonstrationen und Kundgebungen von Streikenden zu Verkehrsbehinderungen kommen.

Wann und wo streiken Awo-Beschäftigte?

Mittwoch:

In Essen hat Verdi Beschäftige der 23 Awo-Kitas zum Warnstreik aufgerufen. Die Gewerkschaft geht davon aus, dass es zu Gruppen-Zusammenlegungen, Notbetreuungen und auch zu Einrichtungsschließungen kommt. Auch im Rhein-Erft-Kreis, Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis rechnet Verdi mit Gruppen-Zusammenlegungen, Notbetreuung sowie einigen zeitweisen Schließungen.

Donnerstag

Verdi hat Awo-Beschäftigte in Ostwestfalen-Lippe zu Warnstreiks aufgerufen. Betroffen seien Kitas, Pflegeeinrichtungen, Beratungsstellen, Verwaltung und OGS. In Herford ist eine Demonstration von Streikenden geplant.

Um was geht es bei der Awo?

Im Tarifkonflikt um die Awo NRW fordert Verdi 500 Euro brutto mehr monatlich für alle Beschäftigten sowie 300 Euro brutto mehr für Auszubildende. Als "völlig überzogen" kritisierten die Arbeitgeber die Forderung. Im Durchschnitt entsprächen die Wünsche einer Lohnsteigerung von rund 13 Prozent.

Wann und wo gibt es Warnstreiks an Schulen?

Mittwoch

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat zu Warnstreiks an Schulen in den Regierungsbezirken Arnsberg und Düsseldorf aufgerufen.

Donnerstag

Geplant sind Warnstreiks in den Regierungsbezirken Detmold und Münster.

Welche Auswirkungen kann das an Schulen haben?

Laut GEW kann es Unterrichtsausfälle geben. Eine Notbetreuung werde ermöglicht. Bei den Warnstreiks geht es um angestellte Lehrkräfte, Sozialpädagogen und Schulsozialarbeiter. Die meisten Lehrer sind verbeamtet und dürfen nicht streiken.

Was bedeuten die Warnstreiks für Studierende?

Mittwoch

Verdi rechnet mit Einschränkungen im Hochschulbetrieb. Bibliotheken könnten geschlossen bleiben, auch der Lehrbetrieb könnte betroffen sein.

Welche Unikliniken sind mit welchen Folgen betroffen?

Mittwoch

An den sechs Universitätskliniken in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster hat Verdi Beschäftigte zu Warnstreiks aufgerufen. Ein Teil der Operationen könnte ausfallen. Dringliche Fälle würden aber versorgt.

Um was geht es im Öffentlichen Dienst der Länder?

GEW und Verdi fordern für Tarifbeschäftigte der Bundesländer sieben Prozent mehr Einkommen - mindestens aber 300 Euro mehr. Von Länderseite waren die Forderungen wegen knapper Haushalte als überzogen zurückgewiesen worden. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 11. und 12. Februar vorgesehen./vd/DP/zb

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