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NRW-Innenminister fordert mehr Schutz für kritische Infrastruktur

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat nach dem mutmaßlichen Anschlag auf das Berliner Stromnetz mehr Sicherheitsbewusstsein bei kritischer Infrastruktur gefordert. So wie jeder Bauunternehmer einen teuren Bagger vor Dieben schütze, "so wird man das eben jetzt auch an solchen kritischen Stellen machen müssen", sagte Reul im WDR. Hier müssten auch die Betreiber von Stromnetzen oder Bahngleisen Verantwortung übernehmen.

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"Wir haben über viele, viele Jahre dieses Thema auch nicht ernst genommen", sagte Reul. "Wir haben sogar vor lauter Transparenteritis alles schön öffentlich gemacht." Täter könnten leicht online recherchieren, wo sich etwa sensible Knotenpunkte bei der Stromversorgung befänden.

Das führe dazu, dass ein großflächiger Stromausfall durch einen Anschlag wie in Berlin auch in Nordrhein-Westfalen passieren könne. "Wir haben eine Infrastruktur, die angreifbar ist, die ist nicht sehr geschützt", betonte der Landesinnenminister.

"Wir können ja nicht an jeder Stelle einen Polizist hinstellen"

Allerdings werde man Angriffe auf die Infrastruktur nicht gänzlich verhindern können. "100 Prozent Sicherheit wird es nie geben. Das gehört auch zur Wahrheit dazu", sagte Reul. "Wenn Sie sich allein die Bahnkilometer anschauen - wir können ja nicht an jeder Stelle einen Polizist hinstellen."

In Berlin sind nach einem Brandanschlag auf Stromkabel Tausende Menschen im Südwesten der Stadt weiter ohne Elektrizität und ohne Heizung - bei Schnee und eisigen Außentemperaturen. Auch Schulen und Kitas bleiben geschlossen. Noch tagelang könnten viele Haushalte ohne Strom sein./mhe/DP/zb

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