Newmont übertrifft Erwartungen erneut – doch der Goldpreis wird zum Belastungsfaktor
Newmont hat im ersten Quartal erneut besser abgeschnitten als von Analysten erwartet. Der weltgrößte Goldproduzent profitierte stark vom hohen Goldpreis. Doch genau dieser Rückenwind könnte für die Aktie nun zum Risiko werden.
Newmont hat an der Wall Street erneut positiv überrascht. Der Goldkonzern übertraf im ersten Quartal zum sechsten Mal in Folge sowohl die Gewinn- als auch die Umsatzschätzungen. Für Investoren zeigt sich damit: Die starke Entwicklung am Goldmarkt schlägt sich weiterhin deutlich in den Unternehmenszahlen nieder.
Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg auf 2,90 US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte Newmont noch 1,25 US-Dollar je Aktie verdient. Analysten hatten laut FactSet lediglich mit 2,18 US-Dollar gerechnet. Auch der Umsatz entwickelte sich deutlich stärker als erwartet. Die Erlöse legten um 46 Prozent auf 7,31 Milliarden US-Dollar zu. Das Goldgeschäft blieb besonders wichtig. Die Erlöse aus Goldverkäufen erhöhten sich um 42 Prozent auf 6,04 Milliarden US-Dollar.
Entscheidend für diese Entwicklung war der Goldpreis (Goldkurs). Newmont erzielte im Quartal einen durchschnittlich realisierten Preis von 4.900 US-Dollar je Unze. Das entspricht einem Anstieg von 16 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Die Aktie reagierte zunächst positiv: Nachbörslich legte das Papier um 1,6 Prozent zu, nachdem es den regulären Handel bei 111,02 US-Dollar beendet hatte.
Trotz der starken Quartalszahlen rückt nun jedoch ein Risiko stärker in den Fokus. Der Goldpreis hat zuletzt deutlich nachgegeben. Seit Ende Februar verlor die Newmont-Aktie 15 Prozent. Im gleichen Zeitraum sanken die Gold-Futures um zehn Prozent auf 4.724 US-Dollar je Unze. Vom Rekordhoch Ende Januar bei 5 354,80 US-Dollar hat sich Gold inzwischen um 12 Prozent entfernt.
Damit bleibt Newmont weiterhin stark von der Entwicklung des Edelmetalls abhängig. Sollte der Goldpreis wieder anziehen, könnten die Gewinnentwicklung und der Aktienkurs erneut Rückenwind erhalten. Setzt sich die Schwäche dagegen fort, könnten selbst überzeugende Quartalszahlen schneller in den Hintergrund treten.
Operativ gibt sich der Konzern weiterhin zuversichtlich. Newmont sieht sich auf Kurs, die Produktionsziele für 2026 zu erreichen. Vorgesehen sind rund 5,3 Millionen zurechenbare Goldunzen, davon mehr als 3,9 Millionen aus eigenen Minen.
Zugleich hält Newmont an hohen Investitionen fest. Für laufende Projekte sind 1,95 Milliarden US-Dollar eingeplant. Weitere 1,4 Milliarden US-Dollar sollen in besonders profitable Vorhaben fließen. Für Anleger bleibt die Aktie damit ein klarer Profiteur hoher Goldpreise, allerdings bleibt auch die weitere Entwicklung des Edelmetalls entscheidend.
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