Ein Angreifer hatte die Minting-Mechanik von USR ausgenutzt und dadurch offenbar unbesicherte Token in zweistelliger Millionenhöhe erzeugt. Diese wurden anschließend über DeFi-Pools verkauft, wodurch die Dollar-Bindung des Stablecoins kollabierte. Der Kurs fiel zwischenzeitlich bis auf 0,14 US-Dollar und damit rund 86 Prozent unter den Sollwert von einem US-Dollar. Zuletzt konnte sich der Token zwar etwas erholen, notierte aber weiterhin deutlich unter der Parität.
On-Chain-Daten zufolge wandelte der Angreifer große Teile der neu erzeugten USR in ETH um. Ein Teil der Beute wurde demnach für rund 11.400 ETH verkauft, umgerechnet etwa 24 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig sollen weiterhin Millionenbeträge an USR auf den Markt geworfen worden sein. Mehrere DeFi-Protokolle mit Berührungspunkten zu Resolv reagierten darauf mit Schutzmaßnahmen, pausierten Märkte oder grenzten betroffene Vaults ab. Branchenbeobachter sprechen bislang eher von einem lokal begrenzten Risiko als von einer systemischen Ansteckung.
Zusätzliche Brisanz erhält der Vorfall durch die erneute Debatte über die Sicherheit von Ethereum-basierten Anwendungen. Der Krypto-Analyst “Pickle” schrieb dazu auf X: “Ethereum / EVM / Solidity ist nicht sicher und wird es auch nie sein”. Das stütze aus seiner Sicht die These, dass langfristig eher Solana beziehungsweise die Solana Virtual Machine mit Rust zur bevorzugten öffentlichen Blockchain für Finanzanwendungen und Real World Assets werden könnte. Ob sich diese Einschätzung bewahrheitet, bleibt offen. Der Fall Resolv dürfte die Sicherheitsdebatte rund um Smart Contracts und Stablecoins aber neu anheizen.
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