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Nach Anschlag: Indien will Unruheregion Kaschmir weiter entwickeln

NEU-DELHI (dpa-AFX) - Bei seinem ersten Besuch im indisch kontrollierten Teil Kaschmirs seit einem verheerenden Terroranschlag dort im April hat Ministerpräsident Narendra Modi dem Nachbarn Pakistan schwere Vorwürfe gemacht. Er beschuldigte Islamabad erneut, am Anschlag beteiligt gewesen zu sein. Ziel sei unter anderem gewesen, die Lebensgrundlage der Menschen in Kaschmir zu zerstören, die vom Tourismus abhingen, sagte er laut der Zeitung "The Indian Express" anlässlich der Einweihung einer neuen Eisenbahnverbindung im Unionsterritorium Jammu und Kaschmir und anderer Infrastrukturprojekte.

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Die Flagge Indiens.
Quelle: - pixabay.com:

Modi betonte, die Entwicklung des Territoriums werde fortgesetzt. "Unser Nachbarland wendet sich gegen Frieden, Tourismus und selbst gegen das Leben armer Menschen", sagte Modi. Das habe der Anschlag vom 22. April gezeigt. Die Regierung in Islamabad hatte die Vorwürfe Neu-Delhis zurückgewiesen.

Anschlag von Pahalgam

Bei dem Anschlag auf einer Bergwiese in der Nähe Pahalgams hatten Bewaffnete 26 Menschen getötet. Die meisten Opfer waren Touristen. Durch den Vorfall hatte sich das angespannte Verhältnis zwischen den beiden rivalisierenden Atommächten wieder deutlich verschlechtert.

Zwei Wochen nach dem Anschlag griff Indiens Armee mehrere Ziele in Pakistan und dem pakistanisch verwalteten Teil von Kaschmir an. In der Folge kam es zu heftigen Gefechten im Grenzgebiet und zu gegenseitigen Angriffen aus der Luft. Am 10. Mai verkündeten beide Länder überraschend, die Waffen ruhen zu lassen. Beide Länder kontrollieren jeweils einen Teil Kaschmirs, beanspruchen aber das gesamte Gebiet für sich.

Modi reiste nach Jammu und Kaschmir, um dort unter anderem die weltweit höchste Eisenbahnbogenbrücke zu eröffnen. Auf ihr sollen in 359 Meter Höhe Züge über dem Bett des Flusses Chenab verkehren. Die Brücke ist Teil einer Strecke, die das Kaschmir-Tal mit dem Rest Indiens verbindet./dg/DP/he

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