Micron, Samsung, Infineon – Angst vor Deepseek 2.0?

Feingold Research  | 
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Der Markt war zuletzt praktisch nur noch „Chips“ – umso schmerzhafter wiegt dann eine Korrektur der Halbleiter. In der Nacht krachen die asiatischen Märkte nach unten.  Ein Auslöser dürfte die Sorge vor chinesischen K.I-Modellen sein, die die amerikanische K.I-Story in Frage stellen. 

Ein neues KI-Modell aus China sorgt derzeit für die größte Aufmerksamkeit seit der Veröffentlichung von DeepSeek R1 Anfang 2025. Das Open-Source-Modell GLM-5.2 des chinesischen Unternehmens z.AI wird von zahlreichen Entwicklern und Branchenvertretern als überraschend leistungsfähig beschrieben – insbesondere bei Programmieraufgaben und agentischen Workflows.

Nach Angaben des Unternehmens verfügt GLM-5.2 über ein Kontextfenster von einer Million Tokens und bewegt sich damit auf dem Niveau der modernsten Modelle von OpenAI und Anthropic. Zielgruppe sind vor allem Entwickler, die komplexe, langfristige Coding-Aufgaben und autonome KI-Agenten einsetzen wollen.

Bei den Modellen geht es weniger um Exzellenz, sondern einen kostengünstigen täglichen Einsatz für Aufgaben, die nicht die leistungsfähigsten Modelle benötigen. Große Unternehmen dürften die chinesische K.I aufgrund der unsicheren Datenlage kaum nutzen. 

Die entscheidende Frage lautet damit erneut: Ist der technologische Vorsprung der US-KI-Führer tatsächlich so uneinholbar, wie es die aktuellen Bewertungen von Nvidia, Microsoft, OpenAI-nahen Unternehmen oder Anthropic implizieren?

Die Nasdaq fällt vorbörslich über 500 Punkte. Wir könnten uns durchaus einige volatile Tage vorstellen, zumal Richtung Ende Juni ein großes Rebalancing ansteht. Fondsmanager und Co. müssen nach den jüngsten Kursgewinnen ihre Aktien-Positionen reduzieren. Wir positionieren uns neu. Testen Sie unseren Börsendienst und profitieren Sie von unserer Strategie.



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