MI5: Mehr Mittel gegen Staatsbedrohungen als im Kalten Krieg

dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 139
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen
Zeitungsständer (Symbolbild).
- © AdrianHancu / iStock Editorial / Getty Images Plus / Getty Images

LONDON (dpa-AFX) - Der britische Inlandsgeheimdienst MI5 wendet nach Angaben seines Chefs Ken McCallum 2026 mehr Ressourcen für die Abwehr staatlicher Bedrohungen auf als zur Zeit des Kalten Krieges. Das sagte McCallum bei der Vorstellung des jährlichen Berichts zur Bedrohungslage in London.

Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Die Zahl der vom MI5 behandelten Fälle im Zusammenhang mit staatlich gesteuerten Bedrohungen habe sich im letzten Jahrzehnt vervierfacht, erläuterte er. Britische Behörden melden immer wieder teils gewaltsame Vorfälle, hinter denen Drahtzieher im Auftrag von Staaten wie dem Iran oder Russland vermutet werden. Dazu zählen etwa Spionage, Sabotage und gewaltsame Angriffe wie Brandanschläge.

Für Aufsehen sorgte zuletzt ein Vorfall bei dem von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkt RAF Fairford, hinter dem laut Premierminister Andy Burnham mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit der Iran steckt. Ende September waren nahe der Militärbasis zunächst fünf Männer festgenommen worden, später zwei weitere Verdächtige. Alle sieben kamen inzwischen unter Auflagen wieder frei. Sie werden der Vorbereitung einer terroristischen Tat verdächtigt.

McCallum: Russland bleibt "Aggressor Nummer eins"

Vorfälle wie diese seien "kein Einzelfall", sagte McCallum der Nachrichtenagentur PA zufolge. Teheran nehme zunehmend härtere Ziele wie militärische Einrichtungen ins Visier. "Diejenigen, die auf britischen Straßen Chaos stiften wollen - seien es hier angeheuerte Verbrecher oder ihre Geldgeber im Ausland - werden auf eine unnachgiebige Reaktion stoßen", warnte er.

Der russische Staat bleibe jedoch der "Aggressor Nummer eins" und gehe weiter aggressiv gegen Großbritannien und dessen Verbündete vor. Dabei müsse man genauer hinsehen: Es sei kein Zufall, dass Moskau europäische Staaten destabilisieren wolle, "während ihre militärischen Fortschritte in der Ukraine minimal und mit entsetzlich hohen Kosten verbunden sind"./pba/DP/men



Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend

Weitere Vorteile:

  • Kursalarme
  • Watchlists & Musterdepots
  • Börsenspiele & Community-Forum
  • Historische Kurse im CSV-Format
  • News & Themen abonnieren