JÜLICH/AHAUS/BERLIN (dpa-AFX) - Die umstrittenen Atommüll-Transporte von Jülich nach Ahaus über Autobahnen quer durch NRW werden sich möglicherweise länger hinziehen. Das Transportunternehmen Orano habe die Verlängerung der Transportgenehmigung um ein Jahr bis August 2028 beantragt, sagte ein Sprecher der JEN Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen. Sie ist die Auftraggeberin der Transporte. "Eine Verlängerung macht absolut Sinn, um sich einen Puffer zu schaffen", erklärte der Sprecher. Zuvor hatte der WDR darüber berichtet.
Für dich zusammengefasst:
Orano beantragt Transportgenehmigung bis August 2028.
Beförderungsgenehmigung läuft bis 31. August 2027.
Bis jetzt wurden vier von 152 Castoren transportiert.
Die Beförderungsgenehmigung ist nach aktuellem Stand befristet bis zum 31. August 2027. Rund 300.000 Brennelement-Kugeln aus dem früheren Versuchsreaktor im rheinischen Jülich sind in 152 Spezialbehältern verpackt, sogenannten Castoren. Diese sollen ins Zwischenlager Ahaus im Münsterland transportiert werden. Seit Genehmigung der Transporte im August 2025 durch Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung sind allerdings bisher lediglich vier Castoren nach Ahaus gebracht worden./vd/DP/jha
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