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Marktkommentar: Jamie Coleman (MFS): Aktien können Rekordhochs nicht halten

Foto: www.assetstandard.de

Amerikanisch-chinesischer Gipfel

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9. bis 15. Mai 2026

Höhere Anleihenrenditen drückten internationale Aktien zum Ende der Woche wieder unter ihre Allzeithochs vom Donnerstag. Weil die Angst vor fallenden Lagerbeständen die Ölpreise kräftig steigen ließ, legte die US-Zehnjahresrendite um enorme 21 Basispunkte auf 4,56% zu. Das Barrel Rohöl der Sorte West Texas Intermediate verteuerte sich um 10 US-Dollar auf 104,50 US-Dollar. Gemessen an Terminkontrakten auf den CBOE Volatility Index (VIX) stieg die Volatilität diese Woche von 18,8 auf 21,4.

Amerikanisch-chinesischer Gipfel 

Am Donnerstag trafen sich US-Präsident Trump und sein chinesischer Kollege Xi Jinping in Peking zu zweitägigen Gesprächen. Die Erwartungen an den Gipfel der beiden größten Volkswirtschaften der Welt waren nicht sehr hoch; man rechnete lediglich mit einer anhaltenden Entspannung im Handelskrieg. Nach Berichten der chinesischen Staatsmedien warnte Xi seinen US-Kollegen wegen Taiwan. Fehler könnten Streit oder gar Zusammenstöße auslösen und den chinesisch-amerikanischen Beziehungen massiv schaden. Laut US-Außenminister Marco Rubio war Taiwan hingegen nur ein Randthema.

Nach der offiziellen amerikanischen Gesprächszusammenfassung sprachen die beiden Staatschefs am Donnerstag über einen besseren Marktzugang für US-Unternehmen. Außerdem habe Xi Interesse an zusätzlichen Käufen amerikanischer Energie und Agrarprodukte bekundet. Man habe überlegt, wie sich der Schmuggel von Fentanyl-Vorstufen in die USA unterbinden ließe und sei sich einig gewesen, dass der Iran keine Kernwaffen besitzen dürfe. Trump beschrieb die Gespräche als „außerordentlich erfreulich und produktiv“. Später ergänzte er, dass Xi eine Wiederöffnung der Straße von Hormus wünsche und dazu seine Hilfe angeboten habe. Außerdem habe er zugesichert, dem Iran keine Waffen zu liefern.

Alles in allem ging es bei dem Gipfeltreffen um das strategische Gleichgewicht. Größere Durchbrüche blieben aber aus.

Konjunktur

Patt zwischen USA und Iran hält an

Präsident Trump hat die jüngsten iranischen Gegenvorschläge für ein Ende des Nahostkrieges rundweg abgelehnt. Teheran hatte eine Vertagung der Nukleargespräche vorgeschlagen. Außerdem wolle man die Souveränität über die Straße von Hormus behalten. Die USA wiederum sollten ihre Seeblockade aufheben, eingefrorene Aktiva freigeben und Reparationen zahlen. Vor seiner Abreise nach Peking sagte Trump, dass der fragile Waffenstillstand nur mühsam gesichert werden könne. In einer Kongressanhörung am Donnerstag sagte Admiral Brad Cooper, Chef des US-Zentralkommandos, dass der Iran nur noch über gut 10% seiner Raketen und Drohnen verfüge. Er widersprach damit einem Bericht von Ende letzter Woche, nach dem das Arsenal noch zu 70% bis 75% gefüllt sei. Darüber hinaus deklarierte der Iran diese Woche ein deutliches größeres Areal als Straße von Hormus – 200 bis 300 Seemeilen statt der bisherigen 20 bis 30.

Warsh als Fed-Vorsitzender bestätigt

Kevin Warsh, Trumps Kandidat für die Nachfolge von Jerome Powell an der Spitze der Notenbank, wurde am Dienstag vom US-Senat mit 54 zu 45 Stimmen bestätigt. Powells Amtszeit als Vorsitzender endete um Mitternacht am 14. Mai. Er will allerdings als einfaches Vorstandsmitglied weitermachen. Noch steht nicht fest, wann Warsh seinen Amtseid ablegen wird, doch dürfte dies einige Zeit vor der nächsten Offenmarktausschusssitzung Mitte Juni sein. Stephen Miran, Interimsvorstand seit September 2025, reichte am Donnerstag bei Präsident Trump seinen Rücktritt ein, um Platz für Warsh zu machen. Anleger rechnen damit, dass die Fed die Zinsen in den nächsten zwölf Monaten nicht ändert, zumal die Inflation regelmäßig über dem Zielwert liegt.

Steigende US-Inflation

Im April sind die amerikanischen Verbraucherpreise um 0,6% und der Kernindex um 0,4% gestiegen (3,8% bzw. 2,8% z.Vj.). Besonders kräftig legten im April die Kern-Dienstleistungspreise ohne Wohnkosten zu. Die Produzentenpreise stiegen mit 6% z.Vj. sogar noch stärker.

Britischer Premier Starmer nach Kommunalwahlen geschwächt

Die schlechten Kommunalwahlergebnisse seiner Partei haben den britischen Premierminister Keir Starmer stark geschwächt. Labour hatte letzte Woche fast 1.500 Sitze verloren. Am Donnerstag trat außerdem Gesundheitsminister Wes Streeting zurück und begründete das mit seinem mangelnden Vertrauen in Starmers Führung. Er verzichtete aber darauf, Starmer als Parteivorsitzenden herauszufordern; bei einer Niederlage müsste er als Premier­minister zurücktreten. Ebenfalls am Donnerstag gab Andy Burnham, Bürgermeister von Manchester und in den Augen vieler Starmers wahrscheinlichster Nachfolger, seine Kandidatur für das Unterhaus bekannt. Zuvor war ein anderer Labour-Abgeordneter zurückgetreten, um eine Nachwahl zu ermöglichen. Wenn Burnham den freien Sitz gewinnt, würde er ins Unterhaus zurückkehren, dem er schon von 2001 bis 2017 angehörte. Labours Exekutivkomitee muss Burnhams Kandidatur genehmigen, was ihm bei einer Nachwahl im Februar noch verweigert worden war. Nach einem BBC-Bericht vom Donnerstagnachmittag will Starmer Burnhams Kandidatur diesmal aber nicht verhindern. Das Pfund fiel, und die britische 10-Jahres-Rendite stieg auf den höchsten Wert seit fast 20 Jahren, weil bei einem Rücktritt von Starmer mit einer lockereren Fiskalpolitik gerechnet wird.

Kurz gefasst 

Dem Vernehmen nach plant die Trump-Administration, die Bundesbenzinsteuer von 18,4 Cent je Gallone auszusetzen, um den Benzinpreis zu senken.

Goldman Sachs prognostiziert jetzt, dass die Fed erst im Dezember und März die Zinsen senkt, statt wie zuvor angenommen im September und Dezember. Wegen der stabilen US-Konjunktur schätzen die Analysten die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den nächsten zwölf Monaten jetzt nur noch auf 25% statt wie zuvor auf 30%.

Diese Woche ordnete das amerikanische Bundesberufungsgericht an, dass Trumps 10-prozentiger Weltzoll bis zu einer endgültigen Entscheidung in Kraft bleiben könne. Letzte Woche war er von einer unteren Instanz für rechtswidrig erklärt worden.

Die Verkäufe amerikanischer Bestandsimmobilien stiegen im April um 0,2% auf annualisiert 4,02 Millionen. Der Median-Hauspreis legte um 0,9% z.Vj. auf 417.700 US-Dollar zu.

Aufgrund der steigenden Energiepreise legte der chinesische Produzentenpreisindex im April um 2,8% z.Vj. zu, nach 0,5% im März. Die Verbraucherpreise stiegen um 1,2%, nach 1%.

Die amerikanische Industrieproduktion legte im April um überraschend starke 0,7% z.Vm. zu.

Die CME Group will einen Terminmarkt für KI-Rechenleistung schaffen. Mit den neuen Terminkontrakten können Händler, Finanzinstitute, KI-Entwickler und Cloud-Anbieter Volatilität und Preisrisiken besser managen.

Wie erwartet ist das Euroraum-BIP im 1. Quartal um 0,8% z.Vj. gestiegen.

Die amerikanischen Einzelhandelsumsätze legten auch im April zu. Sowohl der Gesamt­index als auch der Index ohne volatile Gütergruppen wie Autos, Benzin und Baustoffe stieg um 0,5%.

Am Donnerstag reiste CIA-Direktor John Ratcliffe zu Gesprächen nach Kuba, um die Staatsführung zu einer wirtschaftlichen und politischen Öffnung zu bewegen.

Gewinnmeldungen

Bislang haben etwa 91% der S&P-500-Unternehmen die Ergebnisse für das 1. Quartal 2026 vorgelegt. Kombiniert mit Schätzungen für die übrigen 9% sind die Gewinne laut FactSet um beeindruckende 27,7% z.Vj. gestiegen. Die Umsätze haben im Vorjahresvergleich um 11,4% zugelegt. Am Mittwoch legt NVIDIA seine Quartalszahlen vor.

Nächste Woche

Montag: NAHB Housing Market Index in den USA

Dienstag: japanisches BIP, britische Arbeitslosenquote, kanadische Verbraucherpreise, schwebende Hausverkäufe in den USA

Mittwoch: Verbraucherpreise im Vereinigten Königreich und im Euroraum, Protokoll der Offenmarktausschusssitzung in den USA

Donnerstag: vorläufige Einkaufsmanagerindizes weltweit, Baubeginne in den USA

Freitag: britische und kanadische Einzelhandelsumsätze

 

Fokussiert und diversifiziert bleiben

Unabhängig vom Marktumfeld halten wir es für sehr wichtig, dass Investoren stark nach Assetklassen diversifizieren. Durch eine enge Zusammenarbeit mit Ihrem Investmentberater können Sie dazu beitragen, dass Ihr Portfolio angemessen diversifiziert ist und zu Ihren Langfristzielen, Ihrem Zeithorizont und Ihrer Risikobereitschaft passt. Diversifikation garantiert aber keine Gewinne und schützt auch nicht vor Verlusten.

Diese Informationen sowie Nennungen von Unternehmen und Einzelwerten dürfen nicht als Anlageberatung, Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Hinweis auf die Kauf- oder Verkaufsabsichten eines MFS-Produkts aufgefasst werden.

Die hier genannten Einzelwerte können, aber müssen nicht in MFS-Fonds enthalten sein. Eine vollständige Liste aller Einzelwerte von MFS-Portfolios finden Sie in deren aktuellen Jahres-, Halbjahres- oder Quartalsberichten. Vollständige Bestandsübersichten finden Sie auch in den Fondsübersichten im Abschnitt „Produkte“ auf mfs.com.

Die hier dargestellten Meinungen sind die von MFS und können sich jederzeit ändern. Prognosen sind keine Garantien.

Die Performance der Vergangenheit ist keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.

Quellen: MFS Research, Wall Street Journal, Financial Times, Reuters, Bloomberg News, FactSet Research.

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