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Die Fed-Sitzung hatte diesmal besondere Brisanz: Zum ersten Mal trat Kevin Warsh als neuer Präsident der Federal Reserve auf – und lieferte direkt wichtige Impulse für Aktienmärkte, Zinsen, Inflation und den Nasdaq. Im Webinar ordnen wir ein, wer Warsh ist, welche Rolle er bereits während der Finanzkrise 2007/2008 spielte und warum sein erster Auftritt an der Spitze der US-Notenbank von den Märkten genau beobachtet wurde.
Bei den Zinsen blieb zunächst alles wie erwartet: Die Fed beließ die Spanne bei 3,50 bis 3,75 Prozent. Spannender waren jedoch die neuen Projektionen. Die Fed rechnet für 2026 mit höherer Inflation, gleichzeitig aber weiterhin mit solidem Wachstum. Besonders aufmerksam verfolgten die Märkte Warshs Aussagen zur künstlichen Intelligenz: Steigende Produktivität durch KI könnte langfristig deflationär wirken und damit den Inflationsdruck dämpfen. Eine klare Forward Guidance gab es jedoch nicht mehr – die Fed will künftig stärker datenabhängig entscheiden.
Direkt nach dem Zinsentscheid gerieten die Märkte zunächst unter Druck. Der Nasdaq rutschte unter die psychologisch wichtige Marke von 30.000 Punkten und steuerte auf das offene Gap vom 12. Juni zu. Im Livetrading spekulierten wir auf eine Gegenbewegung zurück in Richtung 30.000 Punkte – mit einem zwischenzeitlichen Gewinn von rund 50 Punkten. Die Pressekonferenz sorgte anschließend zwar kurzzeitig für Erleichterung, doch in der letzten Wall-Street-Handelsstunde drehte der Markt erneut nach unten und markierte neue Tagestiefs.
Im Ausblick sprechen wir über die besondere Marktlage rund um den US-Feiertag, den gebündelten Verfallstag am Donnerstag, die wichtige 30.000er-Marke im Nasdaq sowie die Rolle von Gold nahe 4.000 US-Dollar und Öl rund um 80 US-Dollar. Entscheidend bleibt: Nimmt Warsh der Inflation wirklich den Schrecken – oder unterschätzt der Markt die neue Zinsgefahr?
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