Microsoft-Zentrale in Bukarest, Rumänien
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Microsoft – Gute Zahlen reichen nicht: Azure und OpenAI-Exposure bremsen

Am 28. Januar, am Tag der Quartalszahlen, notierte Microsoft noch bei rund 482 US-Dollar. Seitdem hat die Aktie rund 16,7 Prozent verloren und handelt inzwischen bei etwa 401 US-Dollar. Fundamental lieferte Microsoft im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erneut klare Zuwächse: Der Umsatz stieg auf 81,27 Milliarden US‑Dollar und lag damit über den erwarteten 80,27 Milliarden US‑Dollar. Auch beim Ergebnis überzeugte der Konzern: Das bereinigte (non‑GAAP) verwässerte EPS betrug 4,14 US‑Dollar und übertraf damit die Erwartung von 3,97 US‑Dollar.

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Trotz dieser positiven Überraschungen blieb die Marktreaktion verhalten, vor allem wegen des Cloud‑Ausblicks. Zwar wuchs Azure im abgelaufenen Quartal weiter stark, doch der Blick richtet sich zunehmend auf die Dynamik nach vorne: Für das dritte Quartal stellte Microsoft beim Azure‑Wachstum nur 37% bis 38% (konstante Währung) in Aussicht und trifft damit den Konsens von 37,1% lediglich knapp. Investoren hatten eher eine Beschleunigung erwartet als eine Stabilisierung auf hohem Niveau.

Zusätzlich rückte die Abhängigkeit von OpenAI stärker in den Fokus. Microsoft wies aus, dass OpenAI rund 45% der Commercial Remaining Performance Obligation (RPO) – also des vertraglich gesicherten Umsatz‑Backlogs – ausmacht. Bei einer Gesamt‑RPO von 625 Milliarden US‑Dollar (plus 110% gegenüber Vorjahr) ist die Konzentration auf einen einzelnen Großkunden aus Risiko‑Perspektive signifikant.

Ein weiterer Belastungsfaktor ist die hohe Investitionsintensität. Microsoft berichtete für das Quartal 37,5 Milliarden US‑Dollar an Capex und Finanzierungsleasing und signalisiert damit anhaltenden Kapazitätsaufbau für KI‑Infrastruktur. Gleichzeitig impliziert der Ausblick einen leichten Rückgang der operativen Marge auf etwa 45,1% und verfehlt damit den Konsens von 45,5%.

Bei Analysten überwiegt im Konsens weiterhin ein positives Bild mit durchschnittlichen Kurszielen um 600 US-Dollar. Gleichzeitig gab es Kürzungen, etwa bei Daiwa auf 600 US-Dollar von 630 US-Dollar bei weiterem Buy. In einzelnen Fällen wurden Ratings zurückgenommen, zum Beispiel eine Herabstufung auf Hold mit einem deutlich niedrigeren Ziel.

Microsoft Corp. Wochenchart

Betrachtungszeitraum: 09.02.2021– 09.02.2026. Historische Betrachtungen stellen keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: ariva.de

Charttechnisches Bild

Die Aktie liegt weiterhin im übergeordneten Aufwärtstrend, da bislang kein relevantes Zwischentief unterschritten wurde. Als erste wichtige Unterstützungszone gilt die Seitwärtsphase aus dem Jahr 2024 im Bereich von 400 bis 420 US-Dollar. Darunter verdichten sich zwischen 340 und 360 US-Dollar mehrere Unterstützungen, darunter das Hoch aus Ende 2021, ein markantes Zwischenhoch aus Juli 2023 sowie das Liberation Day Tief aus April 2025. Auf der Oberseite ergeben sich nennenswerte Widerstände erst wieder im Bereich knapp unter 560 US-Dollar.

Bei den gleitenden Durchschnitten zeigt sich ebenfalls ein deutlicher Abstand nach oben. Die 200 Tage Linie liegt derzeit bei 486,90 US-Dollar und die 100 Tage Linie bei 490,49 US-Dollar.

Tradingmöglichkeiten

Turbo Open End Bull auf Microsoft Corp.

Basiswert Name WKN Briefkurs in EUR Basispreis Knock-Out Barriere Hebel Laufzeit
Microsoft Corp. HB6CWU 11,21 270,851403 USD 270,851403 USD 3,02 Open End
Microsoft Corp. HC6BD8 4,13 355,154291 USD 355,154291 USD 8,30 Open End
Quelle: onemarkets by UniCredit; Stand: 09.02.2026; 12:55 Uhr

Turbo Open End Bear auf SAP SE

Basiswert Name WKN Briefkurs in EUR Basispreis Knock-Out Barriere Hebel Laufzeit
Microsoft Corp. UN16DM 10,98 533,817769 USD 533,817769 USD -3,10 Open End
Microsoft Corp. UN2ZSS 4,11 451,958888 USD 451,958888 USD -8,35 Open End
Quelle: onemarkets by UniCredit; Stand: 09.02.2026; 12:55 Uhr

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