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Kupferpreis im Fokus: J.P. Morgan hebt Langfrist-Prognose auf 12.000 US-Dollar je Tonne an

Die Analysten von J.P. Morgan erwarten langfristig deutlich höhere Kupferpreise: strukturelle Angebotslücken, steigende Projektkosten und jahrelange Unterinvestitionen könnten den Markt bis 2035 massiv ins Defizit treiben. Profiteure wären vor allem große Produzenten wie BHP oder Rio Tinto – aber auch Explorer wie Algo Grande Copper und Brixton Metals rücken stärker in den Fokus.
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Der US-amerikanischen Großbank J.P. Morgan zufolge dürften strukturelle Angebotslücken und deutlich gestiegene Kapitalkosten den Kupferpreis in den kommenden Jahren stärker nach oben ziehen als bislang erwartet. Die Analysten der Bank haben dementsprechend ihre langfristige Prognose für den Kupferpreis um 9,1% angehoben.

Für das nächste Jahrzehnt rechnet J.P. Morgan nun im Durchschnitt mit 12.000 US-Dollar je Tonne (entspricht 5,50 US-Dollar je Pfund bzw. rund 16.320 Kanadische Dollar je Tonne) – zuvor lag das Ziel bei 11.000 US-Dollar je Tonne.

Die Begründung: Nach Jahren vergleichsweise geringer Investitionen, langen Genehmigungsprozessen und sinkenden Erzgehalten werde es zunehmend schwieriger, neue Minenkapazitäten rechtzeitig bereitzustellen. Das zwinge den Markt aus Sicht der Bank zu höheren Preisen – nicht aus kurzfristigen Spekulationen, sondern weil neue Projekte ohne ein höheres Preisniveau wirtschaftlich kaum darstellbar seien.

Kupferpreis und Angebotslücke: Defizite bis 2035 deutlich größer erwartet

J.P. Morgan erwartet, dass sich der globale Markt im Laufe des Jahrzehnts spürbar in Richtung Defizit bewegt. Die Bank kalkuliert, dass die Unterversorgung bis 2030 auf etwa 2 Millionen Tonnen anwachsen und bis 2035 sogar bis zu 8 Millionen Tonnen erreichen könnte. Ein zentraler Faktor ist die Zeit: Laut Schätzungen von BHP werden heute im Schnitt rund 17 Jahre benötigt, um ein Kupferprojekt von der Entdeckung bis zur vollen Produktion zu bringen – im Jahr 2000 seien es noch etwa 10 Jahre gewesen.

Hinzu kommt: Neue Produktion wird teurer. J.P. Morgan verknüpft die Kupferpreisprognose ausdrücklich mit steigenden Investitionskosten und der Frage, welche Renditen Investoren bei Großprojekten verlangen. Viele der künftigen Vorhaben bräuchten demnach Kupferpreise oberhalb von 12.000 US-Dollar je Tonne, um eine interne Verzinsung von rund 15% zu erreichen. Das ist weniger eine Punktlandung als vielmehr ein Hinweis darauf, wo die Bank die „Schmerzgrenze“ für neue Versorgung sieht.

Diese Einschätzung deckt sich mit Warnungen aus der Industrie, die in der Notiz aufgegriffen werden: Rio Tinto und BHP rechnen bis 2050 mit einem Nachfrageanstieg von mehr als 70%. Das würde den Bedarf an raffiniertem Kupfer auf etwa 55 Millionen Tonnen erhöhen – eine Größenordnung, die nach Ansicht vieler Marktbeobachter nur mit massiver Ausweitung der Minenkapazitäten zu bedienen ist.

150 Milliarden Dollar Investitionen: Warum neue Minen so viel Kapital brauchen

Um die Lücke zu schließen, sieht J.P. Morgan einen erheblichen Investitionsbedarf. Die Bank beziffert den notwendigen Kapitaleinsatz auf rund 150 Milliarden US-Dollar, um mehr als 30 größere Kupferprojekte (Greenfield und Brownfield) weltweit voranzutreiben. Zusammen stünden diese Vorhaben für etwa 5 Millionen Tonnen neue Jahreskapazität.

Gleichzeitig verteuert sich der Bau neuer Minen deutlich. J.P. Morgan veranschlagt die Kosten neuer Projekte inzwischen bei etwa 27.000 US-Dollar je Tonne jährlicher Kapazität – das sei ein Plus von 30% gegenüber 2020. Bei Greenfield-Entwicklungen lägen die Werte häufig über 30.000 US-Dollar je Tonne, und für einzelne Projekte wird die Kosteninflation seit 2020 sogar mit nahezu 50% angegeben. In einem Umfeld, in dem ein großer Teil der Budgets bereits für die Aufrechterhaltung bestehender Betriebe gebunden ist, könnte der Wettbewerb um Kapital weiter zunehmen, so die Bank.

Als besondere Wachstumsregion auf der Angebotsseite hebt J.P. Morgan Argentinien hervor und bezeichnet das Land als „nächste große Kupfergrenze“. Die Analysten verweisen auf den Wahlsieg von Javier Milei bei Zwischenwahlen im Vorjahr, der marktorientierte Reformen festigen und ausländische Direktinvestitionen stützen könne. Genannt werden Projekte wie Los Azules von McEwen Mining, Mara und El Pachón von Glencore sowie das Joint Venture Vicuña von BHP und Lundin Mining.

Nachfrage treibt den Kupferpreis: Energiewende, E-Mobilität und Rechenzentren

Auf der Nachfrageseite rechnet J.P. Morgan bis zum Ende des Jahrzehnts mit einem Wachstum des globalen Kupferverbrauchs von etwa 3% pro Jahr – auch wenn sich die Dynamik in China abschwächen sollte. Treiber seien Elektrifizierung, erneuerbare Energien, Elektrofahrzeuge und der schnelle Ausbau von KI- und Rechenzentrumsinfrastruktur.

Besonders auffällig ist die Bank-Prognose für den Digitalbereich: Der Kupferbedarf von Rechenzentren könnte sich bis 2030 vervierfachen – auf nahezu 1 Million Tonnen pro Jahr. Für KI-bezogene Stromkapazitäten nennt J.P. Morgan zudem eine Bandbreite von 20 bis 40 Tonnen Kupfer je Megawatt. Damit verknüpft die Bank den Kupferpreis nicht nur mit klassischer Industrienachfrage, sondern auch mit der physischen Basis der Digitalisierung.

Kurzfristige Störungen hätten zudem die Anspannung am Markt bereits erhöht. J.P. Morgan verweist auf Angebotsunterbrechungen – darunter einen Erdrutsch in der Grasberg-Mine von Freeport-McMoRan in Indonesien. Insgesamt sollen Ausfälle von rund 800.000 Tonnen pro Jahr in 2025 und 2026 den Markt früher als erwartet von einem moderaten Überschuss in ein Defizit verschoben und damit den Beginn struktureller Engpässe beschleunigt haben.

In der Konsequenz bleibt J.P. Morgan in seiner Branchenpositionierung auf große Kupferproduzenten und Ausrüster ausgerichtet und nennt unter anderem Antofagasta sowie First Quantum Minerals. Entscheidend ist aus Sicht der Bank jedoch weniger die kurzfristige Marktstimmung als die zentrale Aussage hinter der Prognose: Wenn neue Minen deutlich teurer werden und länger brauchen, muss ein höherer Kupferpreis die Investitionen anreizen – andernfalls droht ein länger anhaltender Zeitraum knapper Märkte.

Umso wichtiger ist auch die Entdeckung neuer Kupferlagerstätten, die die Großen der Branche oft kleinen Explorationsgesellschaften überlassen. Dazu gehört zum Beispiel die kanadische Algo Grande Copper (WKN A41UK1 / TSXV ALGR) mit ihrem Adelita-Projekt. Erst vor Kurzem konnte die Gesellschaft, die bei der Exploration übrigens auch auf KI setzt, erste vielversprechende Bohrergebnisse von bis zu 4,1 Kupfer melden.

Ebenfalls spannend ist das riesige Thorn-Projekt von Brixton Metals (WKN A1J09P / TSXV BBB) mit gleich mehreren Kupfervorkommen, die das Unternehmen von CEO Gary Thompson dieses Jahr weiter vorantreiben will.

Wir halten unsere Leser natürlich auf dem Laufenden.

 

 

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