- Im Libanon trat eine Waffenruhe in Kraft.
- Joseph Aoun rief zur nationalen Geschlossenheit auf.
- Die Entwaffnung der Hisbollah schreitet langsam voran.
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In der Nacht zum Freitag ist eine Waffenruhe im Libanon in Kraft getreten. Die vergangenen sechs Wochen hatte die libanesische Hisbollah-Miliz mit Israel Krieg geführt. Die libanesische Regierung und ihre Armee sind nicht Konfliktpartei.
Aoun rief zugleich zu nationaler Geschlossenheit auf. Eine zentrale Rolle, sagte er weiter, komme nach einem israelischen Rückzug der libanesischen Armee zu. Diese solle ihre Präsenz bis zur international anerkannten Südgrenze ausdehnen, bewaffnete Gruppen zurückdrängen und die Rückkehr der Bevölkerung in ihre Heimatorte absichern. Ziel sei es, dass es keine bewaffneten Kräfte außerhalb der regulären Armee und der legitimen Sicherheitsorgane gebe.
Schleppende Entwaffnung der Hisbollah
Die Regierung in Beirut hatte sich bereits nach der Waffenruhe 2024 zu einer Entwaffnung der Hisbollah verpflichtet. Der Prozess schritt nur langsam voran. Die Regierung selbst muss dabei einen Balanceakt leisten: Vor allem die schiitische Gemeinschaft im Land unterstützt die Organisation weiter und befürwortet auch, dass sie unter Waffen steht. Der Regierung war bei dem langsamen Vorgehen auch daran gelegen, keine internen Unruhen auszulösen. Beobachtern zufolge erschwerten auch die stetigen israelischen Angriffe während der Waffenruhe den Prozess, da die Hisbollah dadurch ihre Existenz weiter legitimieren konnte.
Aoun sagte weiter, die Festigung der Waffenruhe habe oberste Priorität. Dazu gehörten der vollständige Rückzug israelischer Truppen aus Gebieten im Süden, die Rückführung von Gefangenen sowie die Lösung der anhaltenden Grenzkonflikte. Die aktuelle Feuerpause sei ein Einstiegspunkt für die Fortsetzung der Verhandlungen. Sie würde lokal und international unterstützt, sagte Aoun./arj/DP/nas
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