BEIRUT/TEL AVIV/WASHINGTON (dpa-AFX) - Ungeachtet eines erneuten Angriffs der israelischen Armee im Südlibanon gehen die Bemühungen um einen dauerhaften Waffenstillstand zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz weiter. "Die Gespräche zwischen Israel und dem Libanon dauern an, und wir unterstützen sie weiterhin", hieß es aus dem US-Außenministerium. Vertreter der beiden Nachbarländer sollen sich demnach heute um 15.00 Uhr MESZ erneut in Washington treffen. Die USA streben als Vermittler eine umfassende Einigung an, um den Krieg Israels mit der proiranischen Hisbollah zu beenden.
Für dich zusammengefasst:
Verhandlungen um Waffenstillstand zwischen Israel und Libanon.
Israel hat sechs Mitglieder der Hisbollah im Libanon eliminiert.
Gespräche in Washington sollen Waffenruhe festigen.
Die Schiiten-Miliz nimmt an den Gesprächen in der US-Hauptstadt allerdings nicht teil und lehnt sie ab. Zwischen ihr und Israel gilt seit vergangenem Freitag eine Waffenruhe. Nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen wurde sie zuletzt von beiden Seiten weitgehend eingehalten. Am Donnerstagabend teilte Israels Armee jedoch mit, in der von ihr festgelegten "Sicherheitszone" im Südlibanon erneut sechs Mitglieder der Hisbollah-Miliz "eliminiert" zu haben.
Diese hätten für die Soldaten eine Gefahr dargestellt. Es habe sich um zwei Zwischenfälle gehandelt. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig prüfen. Die von Israels Armee kontrollierte sogenannte Sicherheitszone umfasst rund sechs Prozent des libanesischen Territoriums. Man werde gegen Gefahren für Soldaten sowie für Bürger in Nordisrael vorgehen, machte die Armee deutlich. Der Libanon betrachtet diese Zone als völkerrechtswidrig besetztes Gebiet.
Gespräche sollen Waffenruhe festigen
Bei den Gesprächen in Washington soll die bestehende Waffenruhe zunächst gefestigt werden. Die libanesische Regierung will vor allem auch einen Abzug der israelischen Truppen erzielen. Israel verlangt wiederum eine Entwaffnung der Hisbollah. Die israelische Regierung hatte zuletzt mehrmals betont, erst bei einer vollständigen Entwaffnung der Hisbollah aus dem Nachbarland abzuziehen./ln/DP/zb
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