Leerverkäufer in der Falle: Diese Börsenrallye könnte noch brutal weitergehen
Die Wall Street eilt von Rekord zu Rekord. Doch hinter der Rallye steckt mehr als Hoffnung auf starke Zahlen. Leerverkäufer decken sich ein und treiben die Kurse zusätzlich nach oben. Wie lange geht das gut?
Nach der jüngsten Rekordjagd an den Börsen soll die Berichtssaison nun zeigen, ob die Rallye weiter trägt. Der S&P 500 markierte zuletzt erstmals seit dem 27. Januar wieder ein Rekordhoch.
Chuck Carlson, Geschäftsführer von Horizon Investment Services, sagte, mit Blick auf den Krieg sei man "sicherlich noch nicht über den Berg". Die Aufmerksamkeit richte sich nun aber stärker auf die Unternehmensgewinne und darauf, wie die Aktien auf diese Ergebnisse reagierten.
Risiken bleiben bestehen
Der Preis für US-Rohöl liegt am Montag bei etwa 88 US-Dollar. Ende Februar waren es noch 67 US-Dollar gewesen. Michael Mullaney, Leiter der globalen Marktforschung bei Boston Partners, warnte deshalb vor den Folgen dauerhaft höherer Energiepreise. Diese könnten Inflation und Anleiherenditen weiter antreiben. Der Aktienmarkt tue derzeit so, als hätte es keine bleibenden Folgen gegeben, sagte er.
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Erholung verlief ungewöhnlich schnell
Seit seinem Tief vom 30. März hat der S&P 500 alles wieder aufgeholt und weilt über der Marke von 7.000 Punkten. Laut Bespoke Investment Group war ein so schnelles Comeback nach einem Rückgang von fünf bis zehn Prozent historisch ohne Beispiel. Jim Reid von der Deutschen Bank sprach von einer "geradezu erstaunlichen" Geschwindigkeit.
Vor allem Techs trugen die Rallye
Alphabet und Meta Platforms gehörten zu den Gewinnern. Der Nasdaq schloss zuletzt den 13. Handelstag in Folge im Plus. Tesla eröffnet nun unter den sogenannten Magnificent Seven die heiße Phase der Berichtssaison. Auch Boeing, Intel und Procter & Gamble legen Zahlen vor. In der kommenden Woche folgen Microsoft, Alphabet (Alphabet C Aktie) und Meta. Laut LSEG dürften die Gewinne im S&P 500 im ersten Quartal im Schnitt um rund 14 Prozent gestiegen sein.
Neben den Quartalszahlen rücken auch Konjunktur und Geldpolitik in den Fokus. Am Dienstag wird Kevin Warsh, Donald Trumps Kandidat für den Vorsitz der US-Notenbank, vor dem Kongress angehört. Ebenfalls wichtig werden neue Einzelhandelsdaten, die zeigen könnten, wie stark höhere Benzinpreise den Konsum bereits belasten.
Kurzfristig bleibt es laut Nomura-Stratege Charlie McElligott schwer, gegen den Markt zu wetten. Kapitalflüsse, das Eindecken von Leerverkäufen und die Rückkehr der Anleger in riskantere Positionen stützen die Kurse weiter. Unter der Oberfläche wachsen aber die makroökonomischen Risiken. Noch überdecke die Rallye diese Sorgen.
Die Geschäftszahlen dürften nun zeigen, wie belastbar sie wirklich ist. Fast ein Fünftel der Unternehmen im S&P 500 wird in dieser Woche Zahlen vorlegen. Für viele Investoren ist das nun der entscheidende Belastungstest.
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