Kurz vor der Frist: Coinbase macht den entscheidenden Europa-Schritt

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Die wehende Flagge der EU.
- pixabay.com

Die Krypto-Börse Coinbase hat ihren europäischen Hauptsitz in Luxemburg eröffnet. Das Unternehmen hatte bereits im Juni 2025 von der luxemburgischen Finanzaufsicht CSSF die MiCA-Lizenz erhalten und kann damit seine Dienstleistungen in allen 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union anbieten. Mit dem neuen Standort baut Coinbase seine Präsenz in Europa weiter aus. Die Eröffnung erfolgt nur wenige Tage vor dem Ende der MiCA-Übergangsfrist am 1. Juli.

Luxemburg als Basis für das Europageschäft

Die neuen Büroräume befinden sich am Place de l’Étoile in Luxemburg. Zur Eröffnung kamen neben Vertretern der Finanzaufsicht auch Luxemburgs Finanzminister Gilles Roth sowie Vertreter weiterer Behörden und Finanzinstitutionen.

Coinbase bezeichnet Luxemburg als neuen europäischen Krypto-Hub. Das Unternehmen verweist auf die langjährige Bedeutung des Landes als Finanzplatz sowie auf dessen regulatorischen Kurs im Bereich Blockchain und Distributed-Ledger-Technologie. In Luxemburg wurden bereits vier Blockchain-Gesetze verabschiedet, die für mehr Rechtssicherheit sorgen sollen.

Finanzminister Gilles Roth stellte die Ansiedlung in den größeren Kontext der Finanzplatzstrategie Luxemburgs. “Im Finanzwesen ist Vertrauen die Grundlage dafür, dass Innovationen skaliert werden können”, sagte er bei der Eröffnung. Der europäische Regulierungsansatz sei “nicht immer der schnellste oder einfachste, aber der richtige”.

MiCA-Übergangsfrist endet am 1. Juli

Für viele Krypto-Unternehmen wird die Zeit knapp. Am 1. Juli endet die MiCA-Übergangsfrist. Krypto-Börsen ohne entsprechende Zulassung dürfen ihre Dienstleistungen im Europäischen Wirtschaftsraum dann grundsätzlich nicht mehr anbieten und müssen den Markt verlassen beziehungsweise ihr Angebot einstellen oder einschränken.

Davon ist auch Binance betroffen. Die weltweit größte Krypto-Börse hat ihren MiCA-Lizenzantrag in Griechenland zurückgezogen und strebt nun eine Zulassung in einem anderen EU-Mitgliedstaat an. Gegenüber BTC-ECHO erklärt das Unternehmen, vor dem 1. Juli “die notwendigen Maßnahmen” zu ergreifen, um die regulatorischen Anforderungen einzuhalten. Betroffene Nutzer sollen bereits informiert worden sein.



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