Die kubanische Flagge.
Quelle: - pixabay.com:
Google
dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 209

Kuba: Kein Deal mit Washington unter Zwang

HAVANNA (dpa-AFX) - Nach Drohungen aus Washington gegen Kuba und dem US-Angriff auf das verbündete Venezuela gibt sich die sozialistische Regierung in Havanna kämpferisch. Die kubanische Führung werde nicht unter Druck mit der US-Regierung verhandeln und keine politischen Zugeständnisse machen, sagte Präsident Miguel Díaz-Canel bei einer Kundgebung.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

"Dies wird nie auf dem Verhandlungstisch liegen", sagte der Staatschef vor Tausenden Demonstranten auf der sogenannten "Antiimperialistischen Tribüne", einem Platz direkt vor der US-Botschaft an der Uferpromenade von Havanna.

US-Präsident Donald Trump hatte nach dem Militäreinsatz vom 3. Januar in Venezuela Kuba auf seiner Plattform Truth Social gewarnt: "Ich empfehle dringend, dass sie einen Deal machen, BEVOR ES ZU SPÄT IST". Es war unklar, welche Art von Deal er meinte. Venezuela ist seit Jahrzehnten einer der wichtigsten wirtschaftlichen und politischen Verbündeten Kubas.

"Wir lassen uns nicht einschüchtern"

Die Demonstration in Havanna wurde als eine weitere Trauerfeier für die 32 kubanischen Sicherheitsbeamten veranstaltet, die bei dem US-Angriff auf Caracas getötet wurden. Bei dem Einsatz wurden Staatschef Nicolás Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores von US-Elitesoldaten gefangen genommen und nach New York gebracht. Dort soll ihnen wegen Drogendelikten der Prozess gemacht werden.

Nun steht Kuba zunehmend unter Druck. "Der derzeitige Kaiser des Weißen Hauses und sein berüchtigter US-Außenminister haben nicht aufgehört, uns zu bedrohen", sagte Díaz-Canel in Bezug auf Trump und Marco Rubio. Kuba lasse sich dennoch nicht einschüchtern. Sollten die USA Kuba angreifen, werde sich der Karibikstaat verteidigen. "Meine Herren Imperialisten: Wir haben absolut keine Angst vor Ihnen", sagte er.

Die Karibikinsel steckt in ihrer schwersten Wirtschaftskrise seit dem Sieg der Revolution von Fidel Castro 1959. Unter anderem mangelt es an Treibstoff. Sollten die USA die Lieferungen von Öl (Rohöl) aus Venezuela dauerhaft unterbinden, könnte die kubanische Wirtschaft vollends zusammenbrechen./aso/DP/stw

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend