Die größte Hürde für US-Anleger bleibt die korrekte Ermittlung der Anschaffungskosten, der sogenannten Cost Basis. Da 71 Prozent der Nutzer Kryptowährungen zwischen verschiedenen Wallets oder Plattformen transferieren, bricht die lückenlose Dokumentation häufig ab. Lawrence Zlatkin, Vice President of Tax bei Coinbase, betont die Dringlichkeit: “Das Ziel ist es, unseren Nutzern zu helfen, unbekannte Cost-Basis-Daten abzugleichen, ihre Anforderungen zu verstehen und mit Vertrauen korrekt einzureichen.”
Wer bei der Dokumentation alles richtig machen will, sollte sich auf die Reporting-Tools von Blockpit verlassen. Die österreichische Firma bietet Steuersoftware an, die automatisch alle Transaktionen eurer Accounts trackt.
Bisher nutzen jedoch nur acht Prozent der Befragten spezialisierte Software-Lösungen für den Krypto-Steuerabgleich. Die Mehrheit verlässt sich weiterhin auf allgemeine Steuer-Tools (78 Prozent) oder klassische Steuerberater (52 Prozent).
Interessanterweise wächst das Vertrauen in automatisierte Lösungen. Rund 30 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich wohl dabei fühlen würden, den gesamten Steuerprozess einer Künstlichen Intelligenz (KI) anzuvertrauen. Besonders bei der Berechnung von steuerpflichtigem Einkommen und Kapitalerträgen sehen 47 Prozent ein großes Potenzial für den Einsatz von KI-Tools.
Shehan Chandrasekera, Head of Tax Strategy bei CoinTracker, warnt jedoch vor blindem Vertrauen in die Broker: “Nutzer sind selbst dafür verantwortlich, ihre Cost Basis, die Haltedauer sowie die tatsächlichen Gewinne oder Verluste korrekt zu berechnen.” Dieses Problem der Cost Basis sei laut Chandrasekera “einzigartig schwer zu lösen”, weshalb die richtige Tracking-Technologie entscheidend für die Compliance bleibe.
In Deutschland gelten Gewinne mit Kryptowährungen als steuerfrei, wenn Investoren diese mindestens ein Jahr gehalten haben. Das hört sich relativ plausibel an, dennoch gibt es viele Stolperfallen. Warum die Krypto-Jahreshaltefrist eben nicht in allen Fällen gilt, liest du hier: Diese Krypto-Steuerirrtümer kommen Anleger teuer zu stehen.

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