Nach Angaben der Behörden nutzte das Netzwerk ein System aus im Ausland eingesetzten IT-Arbeitskräften. Diese sollen unter falschen Identitäten bei internationalen Unternehmen beschäftigt gewesen sein und ihre Einnahmen anschließend an staatliche Stellen in Pjöngjang weitergeleitet haben. Laut Behördenangaben seien bei diesen Aktivitäten teilweise auch Malware in Unternehmensnetzwerke eingeschleust worden, um sensible Daten zu stehlen.
Das US-Finanzministerium erklärte, dass ein Großteil dieser Gelder in Nordkoreas Programme für Massenvernichtungswaffen und ballistische Raketen geflossen sei.
Bei der Verschleierung der Gelder setzte das Netzwerk laut Behörden auf verschiedene Elemente der Krypto-Infrastruktur. Dazu gehörten zentralisierte Börsen, gehostete Wallets, DeFi-Dienste sowie Cross-Chain-Bridges, über die Transaktionen zwischen unterschiedlichen Blockchains verschoben wurden. Ermittler identifizierten insgesamt einundzwanzig Wallet-Adressen auf Netzwerken wie Bitcoin, Ethereum und Tron.
Das private Blockchain-Forensikunternehmen Chainalysis sieht in einem aktuellen Bericht derweil ein neues Rekordhoch in Sachen Krypto-Kriminalität. Demnach bewegten Kriminelle so viele Gelder wie noch nie über Bitcoin und Co. Vor allem Fälle staatlicher Sanktionsumgehungen stachen dabei hervor.

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