Kreise: Kompromiss in UBS-Eigenmittelfrage will Bewertungsmethode ändern

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UBS-Logo tagsüber auf gläserner Brückenwand
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ZÜRICH (dpa-AFX) - Im Ringen um die künftigen Eigenkapitalvorschriften für die UBS hat laut der Nachrichtenagentur Bloomberg ein Mitglied des Nationalrats einen neuen Vorschlag auf den Tisch gebracht. Dieser sehe vor, dass die Großbank ihre Tochtergesellschaften deutlich konservativer bewerten würde als bisher. Die Anwendung einer "alternativen" Bewertungsmethode könnte den künftigen Eigenmittelbedarf für die UBS verringern, schreibt Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Es sei aber noch keineswegs klar, ob der Vorschlag im Nationalrat Unterstützung finden werde.

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Konkret dreht sich der Vorschlag laut dem Bloomberg-Artikel um einen Wechsel in der Rechnungslegung zu der sogenannten "Equity-Methode". Dieser "alternative Bewertungsansatz" war bereits im Februar von der UBS erörtert worden: Er würde demnach "konsequent eine sehr konservative Bewertung vorschreiben", heißt es darin. Wie die UBS ausführte, würde bei diesem Bewertungsansatz auch das Risiko eines sehr hohen Bewertungsverlusts in einer Krise sinken. So führe er dazu, dass sich Verluste in einer Tochtergesellschaft konsistent auf die "Parent Bank" und Gruppe auswirkten. "Damit würden auch wesentliche Bewertungsschwankungen und Abschreibungen stark reduziert", heißt es in dem Positionspapier.

Wie stark der Vorschlag die UBS im Fall einer Verschärfung der Eigenmittelvorschriften tatsächlich entlasten würde, ist allerdings nicht klar. Die Großbank wollte am Mittwoch zu den Bloomberg-Bericht keine Stellung beziehen. Der Ständerat hatte im September beschlossen, dass die Bank ihre ausländischen Tochtergesellschaften künftig mit 90 Prozent hartem Kernkapital (CET1) unterlegen muss. Für die UBS dürfte dies zusätzliche Eigenmittelanforderungen im Umfang von rund 16 Milliarden Dollar (Dollarkurs) bedeuten. Der bundesrätliche Gesetzesvorlage hatte eine vollständige Unterlegung vorgesehen.

Die Vorlage liegt derzeit bei der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrats (WAK-N), bevor sie voraussichtlich in der Wintersession in der Grossen Kammer beraten wird. Die WAK-N hatte an einer ersten Sitzung von Ende Oktober nach Anhörung der wichtigsten Akteure das Eintreten auf die Vorlage beschlossen, aber keine Entscheide gefällt. Die Detailberatung der Vorlage soll am 23./24. November stattfinden.

Am Aktienmarkt legte die UBS-Aktie am Mittwochabend in einem insgesamt freundlichen Umfeld für Bankentitel mit einem Plus von 4,0 Prozent deutlich zu. Neben den Berichten um eine Lösungssuche im Kapitalstreit wurden am Markt am Berichtstag auch wieder neue Übernahmegerüchte um die Schweizer Großbank herumgereicht./tp/uh/AWP/jha

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UBS Group Aktie 41,28 CHF +4,59%

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