- Bundestagspräsidentin Klöckner besuchte Litauen.
- Die Bundeswehr führt einen Gefechtsverband in Rukla.
- Die Brigade soll bis 2027 voll einsatzfähig sein.
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Die Bundeswehr führt in Rukla einen multinationalen Gefechtsverband ("Multinational Battlegroup Lithuania"). Er wurde im Februar der Panzerbrigade 45 "Litauen" der Bundeswehr unterstellt. Mit deren Aufstellung reagiert die Nato auf die wachsende Bedrohung durch Russland. Die Brigade wurde im April 2025 formal in Dienst gestellt. Bis 2027 soll sie mit einer Gesamtstärke von 4.800 Soldaten und 200 zivilen Mitarbeitern als Kampfverband voll einsatzfähig sein.
Klöckner: Brigade leistet Beitrag zur Abschreckung Russlands
"Was Wirkung hat, ist Stärke und glaubwürdige Abschreckung", sagte Klöckner. Dazu leiste die deutsche Brigade in Litauen einen Beitrag. "Präsident Putin droht nicht nur mit dem Angriff auf das Baltikum, auch Berlin ist das Ziel seiner verbalen Angriffe. Das Signal an ihn muss daher klar und eindeutig sein: Wer die Nato an der Ostflanke testet, wird sich eine blutige Nase holen."
Litauen grenzt an die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad sowie an Russlands Verbündeten Belarus, dessen Territorium als Aufmarschgebiet für Wladimir Putins Streitkräfte gilt. Das Land sieht sich wegen der russischen Invasion in die Ukraine vor fast vier Jahren von Russland bedroht. Deutschlands Truppenstationierung ist für die Litauer eine gewünschte Rückversicherung der Nato-Beistandsverpflichtung.
Deutschland als Garant für Sicherheit
Mit der Verlegung der Brigade betritt die Bundeswehr militärisch Neuland. Im Gegensatz zu allen bisherigen Auslandseinsätzen handelt es sich dabei um die dauerhafte Stationierung eines Großverbandes im Ausland. "Für uns Deutsche ist das ein Perspektivwechsel. Wir sind hier nicht mehr nur Teil eines Bündnisses, wir sind selbst ein Garant von Sicherheit", betonte die Bundestagspräsidentin. "An der Ostflanke entscheidet sich die Glaubwürdigkeit unserer Bündnisse."/awe/DP/nas
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