Der größte CO2-Emittent verabschiedet sich
Greenpeace-Klimaexpertin Sarah Zitterbarth bezeichnete es als "bitter", dass die USA als Weltmacht und größter CO2-Emittent aus dem Abkommen ausgestiegen seien. "Das bedeutet aber nicht, dass sich die anderen Länder aus der Verantwortung stehlen können", mahnte sie. Es komme jetzt erst recht auf die Führungsrollen der Europäischen Union, Deutschlands und Chinas an. Die Weltgemeinschaft habe noch immer die Möglichkeit, die Klimakrise in den Griff zu bekommen - "im Notfall auch ohne die USA".
Auch Oxfam-Klimaexperte Jan Kowalzig sprach von einer zusätzlichen Belastung und "Anspannung" durch die Trump-Entscheidung, wies aber auch darauf hin: Sobald die USA nicht mehr dabei seien, könnten sie die Beratungen auch nicht mehr beeinflussen.
Trump hatte nach seinem Amtsantritt im Januar dieses Jahres den Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen angekündigt. In seiner ersten Amtszeit hatte er dies schon einmal getan, der Schritt war danach aber von dem demokratischen Präsidenten Joe Biden wieder rückgängig gemacht worden.
Die Verhandlungen in Bonn mit 5.000 Delegierten sind die erste multilaterale Konferenz zur Umsetzung des Pariser Abkommens seit der Austrittsankündigung der USA. Bonn ist Sitz des UN-Klimasekretariats, das die internationale Klimapolitik koordiniert. Hauptaufgabe der Bonner Verhandlungen bis zum Donnerstag kommender Woche ist die Vorbereitung der nächsten Weltklimakonferenz im November in Brasilien./cd/DP/jha
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