- Bayer stellte Zwischenergebnisse der Phase-III-Studie vor.
- Nubeqa senkte das Risiko für Metastasen um 58 Prozent.
- Nubeqa hat rund 123.000 behandelte Patienten weltweit.
- Energiekrise als Kurstreiber:
Diese 5 Aktien könnten durchstarten (hier klicken)
Julian Schick Auf dem Krebskongress ESMO hat Bayer (Bayer Aktie) am Samstag Zwischenergebnisse der Phase-III-Studie DASL-HiCap vorgestellt. Getestet wurde Nubeqa bei Männern mit lokal begrenztem Prostatakrebs, die ein sehr hohes Rückfallrisiko tragen. Zusammen mit Hormonentzugstherapie und Bestrahlung senkte das Mittel das Risiko für Metastasen oder Tod um 58 Prozent gegenüber Placebo. Beim Gesamtüberleben zeichnet sich ebenfalls ein positiver Trend ab, belastbare Daten fehlen dort aber noch. Neue Sicherheitsprobleme traten nicht auf.
BofA-Analyst Sachin Jain wertet die Daten als klaren Erfolg. Die Studie erreichte ihr Ziel schon in der Zwischenanalyse, deshalb kamen die Resultate etwa zwei Jahre früher als gedacht. Viele Investoren hatten sie gar nicht auf dem Schirm. Mit der heutigen Standardbehandlung bekommen 15 Prozent der Patienten innerhalb von fünf Jahren Fernmetastasen. Ein Präparat aus der Wirkstoffklasse von Nubeqa ist in diesem Stadium noch nicht zugelassen.
Für Bayer öffnet sich damit ein großer Markt. In den bisher zugelassenen Anwendungen kommt Nubeqa auf rund 123.000 behandelte Patienten weltweit, DASL-HiCap zielt auf etwa 145.000. Bayer selbst zählt allerdings nur die Hochrisikogruppe innerhalb dieser Population zum erreichbaren Potenzial. Weiteren Schub könnte die Studie ARASTEP bringen. Ihre Ergebnisse werden 2027 erwartet, sie betrifft noch einmal rund 86.000 Patienten.
Bayers Pharmachef hatte zuletzt sogar für möglich gehalten, dass Nubeqa das größte Medikament der Konzerngeschichte wird. Zum Vergleich: Xarelto erreichte in der Spitze 4,7 Milliarden Euro. Der Konsens rechnet bislang mit einem Spitzenumsatz von etwa 5,5 Milliarden Euro.
Jain traut Nubeqa dank der früheren Therapielinie einen hohen einstelligen Milliardenbetrag zu. Bremsen könnte das allenfalls der Patentablauf in den USA im Jahr 2033. Mit Kerendia und dem anstehenden Marktstart von Asundexian sieht er für die Pharmasparte von 2027 bis 2032 ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich, deutlich mehr als der Branchenschnitt. Seine Kaufempfehlung bestätigt er.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
|
10
|
20
|
| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
|
20
|
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.