Kampfansage an Nvidia: Dieser Top-Kunde baut seine Chips jetzt selbst

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
Nicolas Ebert Nicolas Ebert
Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

 | 
aufrufe Aufrufe: 3377
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen
Die Chipproduktion gehört zum Geschäft des Konzerns (Symbolbild).
pixabay.com
Microsoft will mit seinem Chip Maia 300 pro Megawatt 40 Prozent mehr leisten als Grafikprozessoren. Mehr als eine Million Stück könnten es werden. Wird der Software-Riese für Nvidia zum Problem?
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Microsoft rüstet im Chipwettlauf auf. Der Softwarekonzern will 2027 seinen eigenen Prozessor für künstliche Intelligenz Maia 300 auf den Markt bringen, wie er am Montag in einem Blogbeitrag ankündigte. Der Chip soll trainierte Modelle ausführen, etwa in Chatbots, Programmierassistenten und digitalen Agenten.

Laut Reuters könnte Microsoft im kommenden Jahr womöglich mehr als eine Million der Chips einsetzen. Ab 2027 sollen die Maia-Systeme auf eine Leistung von mehreren Gigawatt wachsen.

Mehr Leistung pro Megawatt

Für die Rechenbausteine nutzt Microsoft das modernste Fertigungsverfahren von TSMC mit zwei Nanometern. Dazu kommen acht Stapel schneller Speicher. Ein Serverschrank mit 96 Maia-300-Chips soll bis zu siebenmal so viele Tokens liefern wie ein Schrank mit dem Vorgänger Maia 200. Tokens sind die Text-Bausteine, die Modelle verarbeiten. Pro Megawatt erzeuge der neue Chip zudem 40 Prozent mehr Tokens als führende Systeme auf Basis von Grafikprozessoren, verspricht Microsoft.

Werte aus dem Artikel:
Nvidia Aktie 220,49 $ -3,51%
Microsoft Aktie 534,20 $ -1,70%
TSMC Aktie (ADR) 429,09 $ -3,60%

12.10.26 - ARIVA.DE Redaktion

Es gehe darum, mehr Intelligenz aus jedem Watt, jedem US-Dollar und jedem Byte Speicher zu holen, sagte Rani Borkar, die bei Microsoft die Azure-Hardware verantwortet, zu Reuters.

Weniger Abhängigkeit von Nvidia

Auch interessant

Hinter dem Vorstoß steckt eine klare Rechnung. Microsoft will weniger von den teuren Prozessoren von Nvidia abhängen. Allein in diesem Jahr dürften die Investitionen laut Reuters 175 Milliarden US-Dollar übersteigen. Den ersten Maia-Chip hatte der Konzern bereits im November 2023 vorgestellt, hinkte beim Ausbau aber Google und Amazon hinterher. Der im Januar gestartete Maia 200 treibt inzwischen den Assistenten Copilot an.

Aktie vor den Zahlen

An der Börse notiert Microsoft zuletzt bei rund 535 US-Dollar und damit gut zehn Prozent über dem Niveau vom Jahresbeginn. Mit knapp vier Billionen US-Dollar Börsenwert liegt der Konzern hinter Nvidia mit rund 5,7 Billionen. Laut MarketScreener liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis für das laufende Geschäftsjahr bei rund 27.

Die 56 Analystinnen und Analysten raten im Schnitt zum Kauf, ihr mittleres Kursziel von 587,63 US-Dollar liegt knapp zehn Prozent über dem Kurs. Am 27. Oktober legt Microsoft Quartalszahlen vor. Für die Cloud Azure stellte das Management zuletzt rund 45 Prozent Wachstum in Aussicht.

Fazit

Eigene Chips können Microsoft auf Dauer Milliarden sparen und die Marge in der Cloud stützen. Bis Maia 300 im großen Stil läuft, vergeht aber noch ein Jahr. Kurzfristig zählt das Azure-Wachstum am 27. Oktober. Für Nvidia ist der Vorstoß ein weiteres Warnsignal, dass die größten Kunden zunehmend selbst bauen.


Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB563C6 , DE000NB7B1Z2 , DE000NB7H4V9 , DE000NB7JVD7 , DE000NB7UJ87 , DE000NB7VRB4 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Warnung
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlage­strategien geeignet.

Themen im Trend

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Weitere Vorteile:

  • Kursalarme
  • Watchlists & Musterdepots
  • Börsenspiele & Community-Forum
  • Historische Kurse im CSV-Format
  • News & Themen abonnieren