US-Präsident Donald Trump selbst soll laut den ausgewerteten Unterlagen über persönliche Beteiligungen im Umfang von mindestens 51 Millionen US-Dollar verfügen. Hinzu kommen Anteile an World Liberty Financial, einem Krypto-Unternehmen, das mehrheitlich im Besitz der Trump-Familie steht und laut Offenlegung zu seinen größten Einkommensquellen zählt. Vizepräsident JD Vance meldete Bitcoin-Bestände zwischen 250.001 und 500.000 US-Dollar. Finanzminister Scott Bessent gab ebenfalls Krypto-Investments an, die laut Finanzministerium jedoch vor Amtsantritt verkauft worden seien.
Besonders auffällig ist die Zahl der Regierungsmitglieder mit direktem Bezug zur Branche. Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. meldete Krypto-Bestände zwischen einer und fünf Millionen US-Dollar. Auch FBI-Direktor Kash Patel, Wohnungsaufsichtsbehörden-Chef Bill Pulte sowie mehrere Geheimdienst- und Verteidigungsvertreter hielten laut Bericht digitale Vermögenswerte. Einige der betroffenen Personen erklärten damals gegenüber der Washington Post, ihre Bestände bereits verkauft zu haben oder dies innerhalb von 90 Tagen nach Bestätigung ihrer Ernennung tun zu wollen.
Die direkten oder indirekten Beteiligungen an Krypto-Projekten oder Blockchain-Unternehmen sorgen aber auch für Kritik, vor allem bei der Opposition. Die Demokraten fordern höhere Ethik-Standards für Mitglieder der Regierung – eine Kernforderung bei den aktuell anhaltenden Verhandlungen zum Clarity Act.
Auffällig ist: Seitdem Donald Trump seine zweite Amtszeit angetreten hat, ist die Regierung der Krypto-Industrie deutlich wohlgesonnener als noch unter seinem Vorgänger Joe Biden. So stellte die US-Börsenaufsicht SEC etwa mehrere Verfahren gegen Krypto-Unternehmen ein. Donald Trump erklärte immer wieder, er wolle die USA zum “Krypto-Zentrum der Welt” machen.
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