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Jedes fünfte Mitglied der Trump-Regierung hält Krypto – droht jetzt ein Interessenkonflikt?

Noch nie war eine US-Regierung so sehr mit der Krypto-Industrie verwoben, wie die Trump-Administration. Kritiker warnen vor Interessenskonflikten.

Jedes fünfte Mitglied der Trump-Regierung ist in Krypto investiert. Das ist das Ergebnis einer Analyse der Washington Post. Die US-Zeitung wertete Finanzdaten von etwa 300 hochrangigen Regierungsmitgliedern aus. Aus ihnen geht hervor, dass mindestens 70 Beamte Kryptowährungen oder Beteiligungen an Blockchain- und Krypto-Unternehmen halten. Insgesamt beläuft sich die Summe der gemeldeten Vermögenswerte auf mindestens 193 Millionen US-Dollar. Die tatsächliche Summe dürfte höher liegen, da US-Offenlegungen Vermögen nur in Wertspannen ausweisen.

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US-Präsident Donald Trump selbst soll laut den ausgewerteten Unterlagen über persönliche Beteiligungen im Umfang von mindestens 51 Millionen US-Dollar verfügen. Hinzu kommen Anteile an World Liberty Financial, einem Krypto-Unternehmen, das mehrheitlich im Besitz der Trump-Familie steht und laut Offenlegung zu seinen größten Einkommensquellen zählt. Vizepräsident JD Vance meldete Bitcoin-Bestände zwischen 250.001 und 500.000 US-Dollar. Finanzminister Scott Bessent gab ebenfalls Krypto-Investments an, die laut Finanzministerium jedoch vor Amtsantritt verkauft worden seien.

Besonders auffällig ist die Zahl der Regierungsmitglieder mit direktem Bezug zur Branche. Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. meldete Krypto-Bestände zwischen einer und fünf Millionen US-Dollar. Auch FBI-Direktor Kash Patel, Wohnungsaufsichtsbehörden-Chef Bill Pulte sowie mehrere Geheimdienst- und Verteidigungsvertreter hielten laut Bericht digitale Vermögenswerte. Einige der betroffenen Personen erklärten damals gegenüber der Washington Post, ihre Bestände bereits verkauft zu haben oder dies innerhalb von 90 Tagen nach Bestätigung ihrer Ernennung tun zu wollen.

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Sorgen vor Interessenskonflikten

Die direkten oder indirekten Beteiligungen an Krypto-Projekten oder Blockchain-Unternehmen sorgen aber auch für Kritik, vor allem bei der Opposition. Die Demokraten fordern höhere Ethik-Standards für Mitglieder der Regierung – eine Kernforderung bei den aktuell anhaltenden Verhandlungen zum Clarity Act.

Auffällig ist: Seitdem Donald Trump seine zweite Amtszeit angetreten hat, ist die Regierung der Krypto-Industrie deutlich wohlgesonnener als noch unter seinem Vorgänger Joe Biden. So stellte die US-Börsenaufsicht SEC etwa mehrere Verfahren gegen Krypto-Unternehmen ein. Donald Trump erklärte immer wieder, er wolle die USA zum “Krypto-Zentrum der Welt” machen.

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