Ein Grund dafür sei die deutlich gestiegene Nachfrage aus den USA. Diese sei laut IWH vor allem darauf zurückzuführen, dass Importeure angesichts angekündigter Zollerhöhungen ihre Bestellungen vorgezogen hätten.
US-Nachfrage kurbelt Wachstum an
Nach der Sommerprognose des IWH dürfte das Bruttoinlandsprodukt dieses Jahr somit um 0,4 Prozent zulegen. Im März war das Institut noch von einem Plus von 0,1 Prozent ausgegangen. Für das Jahr 2026 rechnet das IWH mit einem Wachstum um 1,1 Prozent. In Ostdeutschland sei eine ähnliche Entwicklung zu erwarten.
Belastet werde die Konjunktur nach wie vor durch strukturelle Probleme wie den demografischen Wandel, Unsicherheiten bei der Energiewende sowie den Strukturwandel in China. Auch schleppende Lizenzvergaben für Ausfuhren seltener Erden erschwerten die Produktion in Teilen des Verarbeitenden Gewerbes.
Handelskonflikte bleiben unkalkulierbares Risiko
"Ein erhebliches Risiko für die deutsche Konjunktur liegt in einer möglichen Eskalation der US-Handelskonflikte", betonte Holtemöller. Eine im April angekündigte Erhöhung der Zölle auf EU-Waren sei bislang nur befristet abgeschwächt worden. Auch der Konflikt der USA mit China könne negative Folgen für die deutsche Wirtschaft haben.
Trotz geldpolitischer Unterstützung durch die Europäische Zentralbank bleibe das staatliche Haushaltsdefizit im gesamten Prognosezeitraum hoch. Eine wachstumsfördernde Wirkung der Finanzpolitik erwarten die Forscher frühestens ab 2026./djj/DP/jha
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