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Ischinger: Schicksalsfrage für Europa, wie der Ukraine-Krieg endet

BERLIN (dpa-AFX) - Nach Einschätzung des Vorsitzenden der Münchner Sicherheitskonferenz könnte sich die russische Bedrohung an der Nato-Ostflanke nach einem Waffenstillstand in der Ukraine verschärfen. "Solange die Ukraine Europa verteidigt, ist die Gefahr nicht so groß.", sagte Wolfgang Ischinger dem "Tagesspiegel". Dadurch seien die Armeen von Kremlchef Wladimir Putin dort gebunden, "und er verliert jede Woche Tausende Soldaten".

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In dem Augenblick, in dem es einen Waffenstillstand in der Ukraine gebe, ändere sich die Lage. "Dann kann Putin seine Aufrüstung in aller Ruhe fortsetzen, und die Bedrohungslage verschärft sich für die Nato-Länder an der Ostflanke."

Dennoch betonte Ischinger, das Wichtigste sei, das Sterben schnellstmöglich zu beenden. "Nichts wünsche ich den Menschen in der Ukraine mehr. Aber die russische Bedrohung wird auch für uns Deutsche größer, wenn ein künftiger Waffenstillstand nicht von einer massiven Begrenzung des militärischen Aufmarschs in den westlichen Militärbezirken Russlands begleitet wird", sagte Ischinger. Und das sei leider überhaupt nicht zu erwarten. "Deshalb wäre ein schlichter Waffenstillstand eben noch lange kein Grund, sich entspannt zurückzulehnen."

Wie der Krieg in der Ukraine ende, sei "für Deutschland und Europa die Schicksalsfrage schlechthin", hebt Ischinger hervor. Die Ukraine verteidige heute Europa, nicht nur das eigene Territorium. Zur Sicherheitskonferenz in der kommenden Woche wird auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet.

Die Ukraine verteidigt sich seit fast vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Die USA versuchen derzeit, in Verhandlungen ein Ende der Kämpfe zu erreichen./gut/DP/zb

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