Insidertrades: Verkäufe bei Nvidia und Tesla - Käufe bei Uber und Gamestop

Markus Weingran Markus Weingran
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Markus Weingran ist seit mehr als 20 Jahren als Kapitalmarkt-Stratege und Aktien-Experte aktiv. Geprägt durch die langjährige Zusammenarbeit mit dem Finanzexperten Hans A. Bernecker verfolgt er einen klaren Anspruch: in jeder Börsenphase das Beste für Anleger herauszuholen. Weitere Einschätzungen und Trading-Ideen teilt er auch täglich in der wallstreetONLINE Börsenlounge auf YouTube.

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Die wichtigsten Insidertrades vom 7. bis zum 11. September
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Bei Nvidia, Tesla und Snowflake verkaufen Insider Aktien im großen Stil. Gleichzeitig greifen Manager bei GameStop, Upstart und Uber zu. Das sind die wichtigsten Insidertrades der vergangenen Woche.
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Insidertransaktionen liefern Anlegern einen direkten Blick darauf, was Vorstände und Aufsichtsräte mit ihren eigenen Aktien machen. In der vergangenen Woche gab es dabei einige auffällige Bewegungen – vor allem bei Nvidia. Zwischen dem 7. und 11. September wurden bei mehreren US-Schwergewichten Aktien von Führungskräften und Direktoren verkauft, während andere Manager kräftig zukauften.

Nvidia: Insider verkauft Aktien für 235 Millionen Dollar

Besonders groß fällt der Verkauf bei Nvidia aus. Direktor Mark Stevens veräußerte in mehreren Transaktionen insgesamt 1 Million Nvidia-Aktien zu Kursen zwischen 227 und 234 US-Dollar. Der Gesamtwert der Verkäufe belief sich auf rund 235,64 Millionen US-Dollar.

Gemessen an seiner bisherigen Position waren das allerdings nur rund 3,42 Prozent. Stevens hält nach den Verkäufen weiterhin etwa 30 Millionen Nvidia-Aktien.

Werte aus dem Artikel:
GameStop Aktie 24,75 $ -1,94%
Nvidia Aktie 239,86 $ +0,40%
Snowflake Aktie 340,35 $ +0,40%
Tesla Aktie 380,33 $ +0,42%
Upstart Aktie 24,135 $ -0,88%

Der Milliardenkonzern bleibt damit ein interessantes Beispiel dafür, warum Insiderverkäufe nicht automatisch als Verkaufssignal für die Aktie interpretiert werden sollten. Gerade bei langjährigen Großaktionären können Verkäufe der Diversifizierung oder der Realisierung von Gewinnen dienen.

Auch Tesla-CFO trennt sich von Aktien

Bei Tesla verkaufte Finanzvorstand Vaibhav Taneja 2.606 Aktien zu jeweils 360,13 US-Dollar. Die Transaktion hatte einen Wert von rund 938.419 US-Dollar.

Das entsprach lediglich etwa 1,87 Prozent seiner Beteiligung. Taneja besitzt nach dem Verkauf noch 136.972 Tesla-Aktien.

Snowflake: 17,5 Millionen Dollar (Dollarkurs) auf den Markt gebracht

Deutlich größer ist die Transaktion bei Snowflake. Direktor Mark Garrett verkaufte 50.000 Aktien zu jeweils 350 US-Dollar und nahm damit rund 17,5 Millionen US-Dollar ein.

Der Verkauf entsprach mehr als einem Viertel seiner bisherigen Beteiligung. Nach der Transaktion hält Garrett noch 131.084 Aktien.

Auch bei Realty Income und Applied Materials wurden Aktien verkauft. Realty-Income-Direktor Gregory McLaughlin veräußerte 3.475 Aktien im Wert von rund 209.000 US-Dollar. Bei Applied Materials trennte sich Direktorin Judy Bruner von 1.000 Aktien für rund 465.000 US-Dollar.

Uber: Gleich zwei Top-Manager greifen zu

Bei Uber gab es in dieser Woche gleich zwei bemerkenswerte Insiderkäufe. CEO Dara Khosrowshahi kaufte 141.000 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 70,96 US-Dollar. Das Volumen der Transaktion lag bei rund 10,01 Millionen US-Dollar. Für Khosrowshahi war es der erste offene Aktienkauf am Markt seit Mai 2022. Nach der Transaktion hält er rund 1,37 Millionen Uber-Aktien.

Bereits zuvor hatte COO und President Andrew Macdonald 70.000 Aktien zu durchschnittlich rund 75,83 US-Dollar erworben. Dafür legte er etwa 5,31 Millionen US-Dollar auf den Tisch. Seine Beteiligung stieg dadurch auf 426.320 Aktien.

Zusammen investierten die beiden Top-Manager damit rund 15,3 Millionen US-Dollar eigenes Geld in Uber. Gerade weil gleich zwei Führungskräfte nahezu zeitgleich zugreifen, ist die Transaktion für Anleger besonders interessant.

GameStop: Ryan Cohen greift erneut zu

Auf der Käuferseite sticht GameStop hervor. CEO Ryan Cohen kaufte 1 Million Aktien zu jeweils 20,38 US-Dollar. Dafür investierte er rund 20,38 Millionen US-Dollar.

Seine Beteiligung an dem Videospielhändler steigt damit auf rund 39,35 Millionen Aktien. Ein solcher Kauf mit eigenem Geld wird von Anlegern häufig stärker gewichtet als ein gewöhnlicher Insiderverkauf, weil der Manager zusätzliches Kapital ins Unternehmen investiert.

Auch Upstart-Chef kauft

Bei Upstart Holdings kaufte CEO Paul Gu 50.000 Aktien zu jeweils 25,55 US-Dollar. Das entspricht einem Volumen von rund 1,28 Millionen US-Dollar. Nach dem Kauf hält Gu etwa 1,35 Millionen Aktien des Unternehmens.

Fazit für Anleger

Die vergangene Woche zeigt damit zwei völlig unterschiedliche Signale. Auf der Verkaufsseite stehen unter anderem Nvidia, Tesla, Snowflake und Uber. Allein die hier aufgeführten Verkäufe summieren sich auf rund 264,8 Millionen US-Dollar. Dem stehen Käufe von Uber, GameStop und Upstart im Wert von rund 27 Millionen US-Dollar gegenüber.

Besonders wichtig ist jedoch die Einordnung: Insiderverkäufe sind nicht automatisch ein Warnsignal. Bei Nvidia, Tesla oder Snowflake können Diversifizierung, Vergütung oder vorab geplante Handelsprogramme eine Rolle spielen. Insiderkäufe sind dagegen häufig aussagekräftiger, weil Führungskräfte dabei tatsächlich eigenes Kapital einsetzen.

Für Anleger lohnt sich deshalb vor allem der Blick auf Größe, Häufigkeit und Richtung der Transaktionen – und darauf, ob mehrere Insider gleichzeitig kaufen oder verkaufen.

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Redaktion Ariva/MW


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