- HOCHTIEF unterstützt das Rolls-Royce SMR-Programm.
- Die Kooperation umfasst Baumanagement für Nuklearprojekte.
- HOCHTIEF hat jahrzehntelange Erfahrung im Nuklearbereich.
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HOCHTIEF treibt den Ausbau seiner Aktivitäten im Kernenergiesektor voran. Der Essener MDAX-Konzern unterstützt gemeinsam mit dem Ingenieurdienstleister Amentum das globale Programm von Rolls-Royce zur Realisierung kleiner und mittelgroßer Nuklearreaktoren, sogenannter Small Modular Reactors (SMR). Die Kooperation gilt als strategischer Meilenstein, mit dem HOCHTIEF seine Führungsrolle in der Kernenergie und bei der Energiewende weiter ausbauen will.
Konkret übernehmen Amentum und HOCHTIEF das strategische Baumanagement für SMR-Projekte von Rolls-Royce im Vereinigten Königreich und in der Europäischen Union. Erste Vorhaben sind in Großbritannien und in der Tschechischen Republik geplant. Grundlage der Zusammenarbeit ist zunächst ein Memorandum of Understanding, das in eine umfassende Partnerschaft überführt werden soll.
HOCHTIEF bringt dabei jahrzehntelange Erfahrung im Nuklearbereich ein. Bereits seit den 1950er-Jahren ist der Konzern in diesem Sektor aktiv und war weltweit an Kernkraftwerken mit einer Gesamtleistung von rund 37 Gigawatt beteiligt. In Deutschland wirkte der Konzern an 13 der insgesamt 20 Kernkraftwerke mit, in Spanien an drei von sieben Anlagen. Die Expertise reicht vom Design über Bau und Modernisierung bis hin zu Rückbau, Betrieb und Abfallmanagement.
Ein entscheidender Wettbewerbsvorteil liegt im modularen Bauen und im Management komplexer Großprojekte. Genau darauf setzt auch das SMR-Konzept von Rolls-Royce, das auf standardisierte, wiederholbare Bauprozesse abzielt, um Kosten zu senken und Bauzeiten zu verkürzen. HOCHTIEF will seine globale Präsenz nutzen, um Termin- und Kostensicherheit zu gewährleisten.
Der Zeitpunkt der Partnerschaft ist strategisch günstig. Der globale Kernenergiemarkt erlebt derzeit ein starkes Wachstum. Getrieben wird die Entwicklung durch Klimaziele, den Wunsch nach Energiesicherheit und den steigenden Bedarf an zuverlässiger Grundlastenergie. Auf der Weltklimakonferenz COP28 verpflichteten sich mehr als 25 Länder, die weltweite Kernkraftkapazität bis 2050 auf rund 1.200 Gigawatt zu verdreifachen. Experten schätzen, dass die kumulierten Investitionen in Kernenergieprojekte bis 2040 auf über 600 Milliarden Euro steigen könnten.
Neben dem Neubau großer Reaktoren rücken insbesondere SMR-Anlagen in den Fokus. Hinzu kommen Aufträge zur Laufzeitverlängerung bestehender Anlagen, Stilllegungsprojekte sowie Perspektiven im Bereich Fusionsenergie. Auch der steigende Strombedarf durch Rechenzentren und Künstliche Intelligenz verstärkt die Nachfrage nach stabiler, CO₂-armer Energie.
HOCHTIEF sieht die Nuklearaktivitäten zudem als Brücke zu weiteren Wachstumsfeldern des Konzerns – darunter Rechenzentren, Verteidigung und kritische Mineralien. Ziel sei es, sichere und klimafreundliche Energie für kommende Generationen bereitzustellen und gleichzeitig regionale Wertschöpfung und Beschäftigung zu fördern.
Fazit:
HOCHTIEF ist in den entscheidenden Schlüsselmärkten der globalen Energiewende gut positioniert. Der Einstieg in das SMR-Programm von Rolls-Royce stärkt die Rolle des Konzerns in einem Markt mit langfristigem Wachstumspotenzial.
Mit einem für 2026 erwarteten KGV von 28,9 ist die Aktie zwar kein Schnäppchen mehr. Für langfristig orientierte Investoren bietet sie angesichts der starken Marktstellung und der strategischen Ausrichtung dennoch weiterhin eine attraktive Chance.
Redaktion Ariva/MW
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