Haushaltsausschuss befasst sich mit Kamikazedrohnen für Bundeswehr
BERLIN (dpa-AFX) - Der Haushaltsausschuss des Bundestages entscheidet am Mittwoch über den Kauf von Kamikazedrohnen für die Bundeswehr. Das Verteidigungsministerium legt den Abgeordneten dazu seinen Plan vor, die neuen Waffensysteme von den deutschen Herstellern Helsing und Stark Defence zu kaufen. In der ersten Runde sollen beide Rüstungsfirmen Aufträge in Höhe von jeweils rund 270 Millionen Euro erhalten.
Vor allem die Grünen haben Bedenken gegen den an Stark Defence beteiligten US-Investor Peter Thiel auf den Tisch gebracht und Aufklärung über dessen möglichen Einfluss gefordert. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) erklärte dazu, er teile "ausdrücklich" Bedenken gegen die Person, relevant für eine Entscheidung sei aber, ob Thiel das operative Geschäft beeinflussen könne.
Die Bundeswehr testet die Kamikazedrohnen - fachlich als "Loitering Munition" bezeichnet - bereits. Als "Loitering Munition" - etwa "lauernde Munition" - werden Drohnen mit einem Sprengkopf bezeichnet, die längere Zeit über einem Zielgebiet kreisen können, bis ihnen per Datenlink ein Ziel zugewiesen und das Angriffskommando gegeben wird. Sie fliegen dann das Ziel an./cn/DP/jha
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