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Großer ukrainischer Drohnenangriff auf Russland

MOSKAU/KIEW (dpa-AFX) - Die Ukraine hat Russland nach Moskauer Militärangaben in der Nacht mit einem massiven Drohnenangriff überzogen. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, es seien 151 gegnerische Kampfdrohnen abgewehrt worden.

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Die ukrainische Flagge.
Quelle: - pixabay.com:

Die Angaben sind nicht unabhängig überprüfbar, doch den Zahlen nach waren die Gebiete Wolgograd an der Wolga und Rostow im Süden Schwerpunkte der Angriffe. Seit Donnerstagabend verhängte die russische Luftfahrtbehörde Rosawiazija an mehr als 25 Flughäfen Einschränkungen des Betriebs.

Über Ostern sollen die Waffen schweigen

Für das kommende orthodoxe Osterwochenende hat der russische Präsident Wladimir Putin eine Waffenruhe von Samstagnachmittag bis Sonntagabend angekündigt. Die Ukraine will darauf nach Worten ihres Staatschefs Wolodymyr Selenskyj spiegelbildlich antworten.

In Swetly Jar im russischen Gebiet Wolgograd wurde nach Angaben von Gouverneur Andrej Botscharow ein Öltank durch den Drohnenangriff in Brand gesetzt. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass. In Swetly Jar gibt es eine Chemiefabrik. In der Nähe liegt aber auch die Raffinerie von Wolgograd, einer der größten in Russland, die ebenfalls schon mehrfach attackiert wurde.

Ukraine bremst russische Ölexporte

Die Ukraine hat in den vergangenen Wochen ihre Angriffe auf die russische Ölindustrie verstärkt und systematisch Exportterminals an Ostsee und Schwarzem Meer beschossen. Wegen höherer Ölpreise durch den Iran-Krieg und gelockerter US-Sanktionen zählt Moskau auf mehr Einnahmen für seine Kriegskasse. Der ukrainische Auslandsgeheimdienst berechnete indes, dass die russischen Exporte von Öl (Rohöl) und Treibstoffen im März wegen der beschädigten Hafenanlagen leicht gesunken seien.

Lockerung der Sanktionen läuft aus

Am Samstagmorgen laufen Ausnahmen von den US-Sanktionen gegen russisches Öl aus. Die Führung von US-Präsident Donald Trump hatte Mitte März die Lockerung verfügt, weil Öl auf dem Weltmarkt knapp wurde. Russland durfte für einen Monat Öl verkaufen, das bereits auf Tanker verladen war.

Russland griff seinerseits die Ukraine in der Nacht mit 128 Drohnen an, wie die ukrainische Luftwaffe zählte. 113 Flugobjekte seien abgefangen worden. Am Morgen folgte eine zweite Angriffswelle auf mehrere Regionen. Unter anderem in der Hauptstadt Kiew waren Explosionen zu hören, wie der Rundfunksender Suspilne berichtete./fko/DP/nas

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