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Greenpeace protestiert mit Kran-Aktion am Kanzleramt

BERLIN (dpa-AFX) - Mehrere Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace haben mit einer aufsehenerregenden Aktion am Bundeskanzleramt gegen die Nutzung fossiler Energien protestiert. Die Aktivisten seilten sich dazu von einem Kran auf dem Gelände des Kanzleramts ab und hissten ein großes Banner mit der Aufschrift "Freiheit statt fossile Politik". Sie prangern damit einer Greenpeace-Mitteilung zufolge Deutschlands Abhängigkeit von Öl (Rohöl) und Gas an.

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Greenpeace ist eine internationale Umweltschutzorganisation, die sich durch gewaltfreie Aktionen für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und die Förderung von Frieden einsetzt.
Quelle: - ©unsplash.com:

Laut Bundespolizei verschafften sich sechs Aktivisten gegen 5.55 Uhr Zugang zu dem Kran, vier seilten sich letztlich mit dem Banner ab. Gegen 8.40 Uhr hätten die Aktivisten den Kran freiwillig verlassen. Die weiteren Ermittlungen habe die Berliner Polizei übernommen.

Greenpeace mit Kritik an neuem Klimaschutzprogramm

Die Aktion steht im Zusammenhang mit dem heutigen Kabinettsbeschluss zum neuen Klimaschutzprogramm. Deutschland hat sich das Ziel gesetzt, seinen Ausstoß an Treibhausgasen bis 2030 um 65 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 zu senken. Bis 2045 will Deutschland klimaneutral sein, also nicht mehr Treibhausgase ausstoßen als wieder gespeichert werden können. Nach europäisch vereinbarten Vorgaben muss Deutschland seine Emissionen bis 2030 um die Hälfte senken - allerdings im Vergleich zu 2005.

Derzeit ist Deutschland beim Klimaschutz nicht auf Kurs. Mit dem Klimaschutzprogramm erfüllt die Bundesregierung nun eine gesetzliche Vorgabe. Ein Jahr nach Beginn der Legislaturperiode - also spätestens an diesem Mittwoch - musste sie erklären, wie sie die deutschen Klimaziele erreichen will. Neben mehr Windrädern an Land sieht das neue Programm auch Förderung für besser an den Klimawandel angepasste Mischwälder vor oder listet die bereits beschlossene neue Förderung für Elektroautos auf.

"Mit diesem Klimaschutzprogramm setzt die Bundesregierung eher auf Hoffnung als Gewissheit. Die nötigen CO2-Einsparungen bis 2030 sind knapp und optimistisch kalkuliert", kritisiert Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace. Im Verkehr vermisst Kaiser beispielsweise "längst überfällige Schritte wie ein Tempolimit"./nif/DP/stw

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