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GEA Group – Anlagenbauer profitiert weiter von Nachzieheffekten!

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Zykliker haben aktuell angesichts der trüben konjunkturellen Rahmenbedingungen weiterhin einen schweren Stand. Zu den wenigen Ausnahmen gehört der Anlagenbauer GEA Group, der aktuell auch von Nachzieheffekten aus der Lebensmittel- und Getränkeindustrie profitiert. Dank der eingeleiteten Sparmaßnahmen sollte die GEA Group das Ergebnis mittelfristig nachhaltig verbessern.

GEA Group profitiert weiter von Nachzieheffekten aus der Lebensmittelindustrie!

GEA Group hat sich bei Maschinen- und Anlagenlösungen für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie einen Namen gemacht und bietet Herstellern ganzheitliche Lösungen für unterschiedliche Bereiche. So liefert GEA Group beispielsweise ganzheitliche Produktionslinien, die von der Extraktion von pflanzlichem Eiweiß, das zur Herstellung von veganen oder vegetarischen Fleischersatzprodukten wie Veggie-Burger u. v. m. bis hin zur Weiterverarbeitung zu vegetarischen Lebensmitteln abdecken. Auch im Bereich Farming-Equipment, bei dem man sich auf Automations- und Digitalisierungs-Lösungen von Melkanlagen und -prozessen, intelligente Lösungen für das Herden-Management und auf Produkte, die die Milchqualität sichern, fokussiert, gehört man zu den führenden Anbietern. Mittelfristig erhofft sich GEA Group durch den Ausbau klimaneutraler Produktionsanlagen frische Impulse, wobei man hier einen attraktiven Wachstumsmarkt adressiert. Denn viele Schwergewichte aus der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie wie Nestle, Danone oder Unilever, die zum Kundenkreis von GEA Group gehören, investieren angesichts steigender CO2-Abgaben und höherer Strompreise massiv in moderne, energieeffiziente und klimaneutrale Prozesslinien, was den Bochumern aktuell frische Impulse beim Neugeschäft beschert. KI-Applikationen und Digitalisierungs-Lösungen, die eine intelligente Steuerung der Anlagen ermöglichen, runden das Portfolio ab und sorgen außerdem für wiederkehrende Einnahmen.

Carbon-Capturing-Lösungen eröffnen attraktive Wachstumschancen!

Da GEA Group hier außerdem Lösungen für die Dekarbonisierung von Produktionsprozessen in der Industrie inklusive konkreter Klimastrategien und passender Software-Lösungen anbietet, eröffnen sich aufgrund schärferer Umweltauflagen auch in diesem Segment interessante Wachstumsaussichten. Hier bietet GEA Group modulare Anlagensysteme, die sich in bestehende Produktionsanlagen integrieren lassen und dabei die CO2-Belastung bei hoher Energieeffizienz um bis zu 90% verringern können. Gefragt sind die Carbon-Capturing-Lösungen vor allem in Schlüsselbranchen wie der Zementherstellung, Eisen- und Stahlindustrie, Glasherstellung, chemische Industrie, Bioenergie- und Abfall-zu-Energie-Anlagen, wobei man hier eng mit anderen Partnerunternehmen wie Evonik zusammenarbeitet, um CCS-Lösungen für industrielle Großanlagen zu entwickeln.

GEA Group überzeugt mit starken Jahreszahlen, Auftragseingang legt deutlich zu!

Zuletzt hatte der Anlagenbauer mit einem sehr starken vorläufigen Zahlenwerk für 2025 aufwarten können. So verzeichnete man in 2025 ein organisches Umsatzplus von 3,7% auf 5,5 Mrd. Euro, während die bereinigte EBITDA-Marge mit 16,5% über der konzerneigenen Prognosespanne von 16,2 bis 16,4% gelegen hatte. Sehr stark präsentierte sich außerdem der Auftragseingang, der in Q4 mit 1,828 Mrd. Euro die Konsenserwartungen von 1,71 Mrd. Euro übertraf. Sehr überzeugend präsentierte sich auch der Ordereingang, der aufgrund weiter anhaltender Nachzieheffekte aus der Lebensmittelindustrie erneut deutlich zulegen konnte. Im Gesamtjahr verbesserte sich der Ordereingang organisch um 9,1% auf 5,1 Mrd. Euro zulegen, während man im Vorjahr hier ein Plus von 4,5% ausgewiesen hatte. Nach dem starken Abschneiden im abgelaufenen Fiskaljahr zeigte sich CEO Stefan Klebert auch für 2026 optimistisch und geht von einer Fortsetzung des profitablen Wachstumskurses aus. „Der erneut starke Auftragseingang untermauert unser Ziel, ein organisches Umsatzwachstum von mindestens fünf Prozent pro Jahr zu erreichen. Gleichzeitig setzen wir unsere jährlichen Margensteigerungen kontinuierlich fort,“ so der Manager.

Mission 2030 – Sparmaßnahmen und Restrukturierungen sollten Profitabilität nachhaltig verbessern!

Auch mittelfristig sieht sich der Anlagenbauer weiter auf profitablem Wachstumskurs. Im Rahmen des Strategieprogramms „Mission 2030“ will GEA Group die erfolgreiche Transformation der vergangenen Jahre weiter fortsetzen. Ziel des bereits Ende 2024 verabschiedeten Programms ist es, die Profitabilität durch die Fokussierung auf digitale Lösungen, ressourcensparende Innovationen und eine Ausweitung des margenstarken Service-Geschäfts nachhaltig zu verbessern. Konkret will sich GEA Group verstärkt auf innovative Produkte und Gesamtkonzepte für nachhaltigere und effizientere Produkte fokussieren. Dies beinhaltet unter anderem Lösungen für „Netto-Null“-Prozesslinien sowie Prozessoptimierung durch digitale Anwendungen sowie Dekarbonisierungs-Lösungen für Produktionsprozesse, wobei man den Umsatzanteil für nachhaltige Lösungen bis 2030 auf knapp 60% der Gesamterlöse heben will. Im Rahmen des Strategieprogramms “Mission 2030” will GEA Group außerdem die Zahl der vernetzten Maschinen von derzeit rund 7.000 bis 2030 auf mehr als 35.000 erhöhen, was gleichzeitig enormes Cross-Selling-Potential für neue digitale Lösungen, wie Assistenzsysteme, Prozessteuerungslinien oder Software-Lösungen eröffnet. Dabei will man den Umsatz in diesem margenstarken Segment bis Dekadenende auf über 200 Mio. Euro steigern. Damit will GEA Group seine Profitabilität bis 2030 deutlich verbessern, wobei man hier eine bereinigte operative EBITDA-Marge von 17 bis 19% anstrebt. Entsprechend dürfte sich auch das Ergebnis bei der GEA Group nachhaltig verbessern. Aktuell rechnet der Analystenkonsens für 2026 mit einem EPS von 3,27 Euro, während für 2027 bereits ein Gewinn von 3,52 Euro je Aktie erwartet wird.

Produktidee: Discount-Zertifikat Classic auf GEA Group AG

Eine attraktive Alternative zur Direktanlage in die Aktie sind Discount-Zertifikate. Anlegern steht eine Auswahl an entsprechenden Produkten auf den Basiswert GEA Group AG zur Verfügung. Ein Beispiel ist ein Discount-Zertifikat mit der WKN: DU04KA, das am 25.06.2027 fällig wird (Rückzahlungstermin) und mit einem Discount zum Kurs der Aktie GEA Group AG notiert. Der Anleger erhält keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und hat keine weiteren Ansprüche aus dem Basiswert. Die Höhe der möglichen Rückzahlung wird bei 64,00 Euro begrenzt.

Für die Rückzahlung des Zertifikats gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Liegt der Schlusskurs des Basiswerts GEA Group AG an der maßgeblichen Börse am 18.06.2027 (Referenzpreis) auf oder über dem Cap, erhält der Anleger den Höchstbetrag von 64,00 Euro.

2. Liegt der Referenzpreis unter dem Cap, erhält der Anleger einen Rückzahlungsbetrag, der dem Referenzpreis multipliziert mit dem Bezugsverhältnis (1,00) entspricht. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Rückzahlungsbetrag unter dem Erwerbspreis des Produkts liegt.

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Referenzpreis null ist. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

Das vorliegend beschriebene Discount-Zertifikat richtet sich an Anleger, die einen Anlagehorizont bis zum 25.06.2027 haben und davon ausgehen, dass die GEA Group AG am 18.06.2027 auf oder über 64,00 Euro liegen wird.

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 17.02.2026, DZ BANK AG / Online-Redaktion

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Marcus Landau
Marcus Landau, Derivate-Experte der DZ BANK, ist seit 2003 in der Zertifikate- und Derivatebranche tätig und erstellt regelmäßig Analysen rund um die Aktien- und Rohstoffmärkte, die er mit spannenden Zertifikate-Ideen verknüpft.





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