“MiCA berücksichtigt die Risiken durch Veränderungen im Sektor nur teilweise, insbesondere im Fall einer breiten Nutzung von Stablecoins, die von nicht-europäischen Akteuren ausgegeben werden”, so Beau laut Veröffentlichung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Im Fokus steht dabei vor allem die Dominanz von US-Dollar-basierten Stablecoins, die derzeit rund 98 Prozent des Marktes ausmachen.
Beau warnt, dass eine zunehmende Nutzung dieser Token zu einer “Stablecoinisierung” und “Dollarisierung” des europäischen Zahlungssystems führen könne. Wörtlich erklärte er: “Diese negativen Folgen würden eintreten, wenn die Verbreitung von Stablecoins als Abwicklungsinstrumente zu einer Stablecoinisierung und Dollarisierung eines bedeutenden Teils unseres Zahlungssystems führt”.
Vor diesem Hintergrund spricht sich die Banque de France für eine gezielte Verschärfung von MiCA aus. Konkret soll die Nutzung von Stablecoins im Zahlungsverkehr stärker eingeschränkt werden, insbesondere wenn diese nicht an den Euro gekoppelt sind. “Wir setzen uns für eine Stärkung von MiCA ein, insbesondere um die Nutzung von Stablecoins für alltägliche Zahlungen zu begrenzen – vor allem dann, wenn sie auf eine andere Währung als den Euro lauten”, so Beau.
Frankreich verschärft zeitgleich auch auf nationaler Ebene die Kontrolle über Krypto-Vermögen. Die Nationalversammlung verabschiedete am 7. April im Rahmen eines Anti-Betrugsgesetzes eine Regelung, die eine jährliche Meldepflicht für selbstverwahrte Krypto-Wallets vorsieht. Diese greift, sobald der Gesamtwert der gehaltenen Assets 5.000 Euro überschreitet. Das Gesetz befindet sich derzeit noch im weiteren Gesetzgebungsverfahren.

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