BERLIN (dpa-AFX) - Beim Fernzugunternehmen Flixtrain sollen bald auf wichtigen Strecken dichtere Takte angeboten werden - etwa auf der Strecke Hamburg-Berlin. Im Laufe des Jahres 2027 sollen die grünen Züge des Konzerns zwischen diesen beiden Metropolen im Stundentakt unterwegs sein, sagte Flixtrain-Chef Matthias Müller auf der Mobilitätsmesse Innotrans in Berlin. Die Fahrzeit werde dabei schneller sein als bei den ICE-Zügen des Wettbewerbers Deutsche Bahn.
Für dich zusammengefasst:
Flixtrain bietet ab 2027 Stundentakt zwischen Berlin und Hamburg.
Die Flotte soll bis 2028 auf 32 Züge verdoppelt werden.
Flix investiert 2,4 Milliarden Euro in den Flottenausbau.
Flixtrain plant bis 2028 etwa eine Verdoppelung der bisherigen Flotte, die bislang aus 16 Zügen besteht. Die zusätzlichen Züge sollen über mehr Komfort verfügen als die bisherigen. Es handelt sich dabei auch um umgerüstete gebrauchte Fahrzeuge.
Ab 2028 wächst die Flotte dann deutlich stärker - mit nach und nach 65 neu bestellten Hochgeschwindigkeitszüge vom Hersteller Talgo. Damit plant Flix eine deutliche Expansion auf dem deutschen Markt. Einen ersten fertigen Wagon stellte Flix auf der Innotrans vor.
Flix will Fernverkehrsnetz aufbauen
Ziel sei, in Deutschland ein weiteres Fernverkehrsnetz aufzubauen und dabei auch kleinere Städte und Mittelzentren anbinden, sagte Flix-Konzernchef André Schwämmlein. Mit den zusätzlichen Fahrzeugen will das Unternehmen häufiger und schneller auf den Verbindungen unterwegs sein.
Bislang ist Flixtrain vor allem auf einzelnen lukrativen Fernverkehrsstrecken zwischen den großen Metropolregionen vertreten. Ab 2028 soll dann auch der Großraum München ans Fernverkehrsnetz angeschlossen werden, etwa mit einer Verbindung nach Berlin.
In den Ausbau der Flotte investiert das Unternehmen eigenen Angaben zufolge rund 2,4 Milliarden Euro.
Flix ist bisher der größte Wettbewerber der Deutschen Bahn im Fernverkehr. Der bundeseigene Konzern dominiert den Markt aber weiterhin mit einem Anteil von rund 95 Prozent. Ab 2028 plant auch das italienische Zugunternehmen Italo den Einstieg in den deutschen Fernverkehrsmarkt. Die Bundesnetzagentur hat dafür die Regeln für die Trassenvergabe geändert. Die Deutsche Bahn muss künftig mindestens ein Viertel der Trassenkapazitäten auf hochbelasteten Strecken an Wettbewerber vergeben. Der Konzern geht juristisch gegen den Beschluss der Behörde vor./maa/DP/jha
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