dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 693

EU-Parlament: Etat soll Verteidigung und Klima berücksichtigen

STRASSBURG (dpa-AFX) - Der nächste mehrjährige Gemeinschaftshaushalt der EU muss aus Sicht des europäischen Parlaments deutlich ehrgeiziger sein. Das Budget ab 2028 müsse die aktuellen geopolitischen, wirtschaftlichen und ökologischen Realitäten widerspiegeln und flexibel sein. Das fordern die Abgeordneten in einer rechtlich nicht bindenden Resolution.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Das EU-Parlament in Straßburg.
Quelle: - pixabay.com:

Da sich die USA von ihrer globalen Rolle zurückzögen, müsse der EU-Haushalt etwa den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, ein schwieriges wirtschaftliches und soziales Umfeld, Wettbewerbsnachteile und die sich verschärfende Klima- und Biodiversitätskrise berücksichtigen, hieß es. Darüber hinaus sei Flexibilität von zentraler Bedeutung: "In jedem Politikbereich müssen Krisenreaktionskapazitäten im Haushalt verankert sein, wobei die humanitäre Hilfe gestärkt werden soll."

Parlament fordert Transparenz

Weiterhin fordern die Abgeordneten eine transparente Struktur im sogenannten Mehrjährigen Finanzrahmen. "Der nächste langfristige Haushalt muss unnötige Bürokratie abbauen, darf der Kommission jedoch keinen größeren Handlungsspielraum ohne demokratische Kontrolle durch das Parlament einräumen", teilte das Parlament mit.

Im Rahmen des mehrjährigen Haushalts, der jeweils für sieben Jahre aufgestellt wird, werden Obergrenzen der jährlichen Ausgaben der EU sowie deren Verwendung festgelegt. Für die Jahre 2021 bis 2027 umfasst er rund 1,1 Billionen Euro. Deutschland steuert als größter Nettozahler der Union fast ein Viertel der Mittel bei. Die Bundesregierung betont grundsätzlich, dass Deutschland zugleich auch so sehr vom EU-Binnenmarkt profitiere wie keine andere europäische Volkswirtschaft.

Die EU-Kommission muss den mehrjährigen Haushalt vorschlagen, das wird derzeit für Juli erwartet. Im Anschluss muss das Parlament durch eine Mehrheitsentscheidung zustimmen, die EU-Länder müssen den Haushalt einstimmig annehmen./rdz/DP/jha

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend