- Anzahl der deutschen Gamesfirmen stieg auf 948.
- Jahresumsatz der Branche beträgt 3,73 Milliarden Euro.
- Mitarbeiterzahl in der Branche stieg auf 14.800.
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Wachstumstreiber sind vor allem kleine Firmen wie das Kölner Studio Neoludic, das 2021 gegründet wurde und mit seinen acht Mitarbeitern das mehrfach preisgekrönte Simulations- und Rollenspiel "Tiny Bookshop" entwickelt hat. Zu den großen Gamesfirmen, die in Deutschland tätig sind, gehört Ubisoft mit seinem Strategiespiel-Kassenschlager "Anno 1800" und dessen Römer-Version "Anno 117". Das Frankfurter Studio Keen Games wiederum war mit dem Survival-Actionspiel "Enshrouded" erfolgreich.
Deutscher Marktanteil wächst auf niedrigem Niveau
Laut der Studie des Beratungsunternehmens Goldmedia ist Deutschlands Gamesbranche zwar auf dem aufsteigenden Ast, im internationalen Vergleich spielt sie aber weiterhin nur eine Nebenrolle. Von 100 Euro, die in Deutschland für Computer- oder Videospiele ausgegeben werden, entfallen der Untersuchung zufolge nur 5,5 Prozent auf ein Spiel aus Deutschland. Das waren 1,3 Prozentpunkte mehr als in einer Branchenschätzung von 2020, damals allerdings mit einer anderen Methodik.
Blickt man auf andere Staaten, so ist der Anteil der dort verkauften deutschen Spiele noch geringer. In einer ganz anderen Liga spielen die USA, Kanada und Großbritannien, die regelmäßig Blockbuster-Games auf den globalen Markt bringen. Aufstrebende Produktionsstandorte sind zudem Staaten wie China und Südkorea.
"Unser Ziel ist, Deutschland zu einem führenden Standort für die Games-Branche zu entwickeln", sagte die für Games zuständige Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU). "Das bringt klare Mehrwerte, denn die aktuelle Branchenstudie belegt, dass die Games-Branche auch ein zentraler Innovationstreiber und wichtiger Qualifizierungssektor ist. Jeder investierte Fördereuro erzeugt ein Vielfaches an Wertschöpfung." Bär untermauerte zudem das im Koalitionsvertrag verankerte Vorhaben von steuerlichen Erleichterungen für die Gamesfirmen./wdw/DP/stk
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