- Drohne ist in Lettland nahe der Grenze zu Belarus abgestürzt.
- Die lettische Polizei vermeldete keine Verletzten.
- Trümmerteile wurden am Absturzort gesichtet.
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Nach Angaben der Polizei waren Trümmerteile am Absturzort zu sehen. Einsatzkräfte und das Militär seien vor Ort, um den Vorfall zu untersuchen. Noch-Regierungschefin Evika Silina schrieb auf der Plattform X, dass sie mit den zuständigen Stellen in Kontakt stehe und nähere Informationen erwarte. Sie rief die Bevölkerung dazu auf, den Anweisungen der Behörden zu befolgen.
Der Einflug der Drohne in den lettischen Luftraum war nach Angaben der Armee von den Radarsystemen nicht registriert worden. Daher seien keine Handy-Warnungen über eine mögliche Bedrohung des Luftraums an die Bewohner der Region verschickt worden, teilten die Streitkräfte lettischen Medienberichten zufolge mit.
Wiederholte Vorfälle mit fehlgeleiteten Drohnen
Lettland grenzt im Osten an Russland und Belarus. Im Zuge des Ukraine-Krieges hat es bereits mehrere Vorfälle mit Drohnen in dem Baltenstaat gegeben. Bei ukrainischen Angriffen waren zuletzt wiederholt fehlgeleitete unbemannte Flugkörper in den lettischen Luftraum eingedrungen und teils abgestürzt. Kiew hatte mit ihnen Ziele im Nordwesten Russlands angegriffen.
Bei einem der jüngsten Zwischenfälle in diesem Monat wurde ein kaum genutztes Öllager mit leeren Tanks in Rezekne im Osten des Landes getroffen. Größere Schäden oder Verletzte gab es nicht. Der Vorfall löste aber eine politische Krise im Land aus, bei der erst Verteidigungsminister Andris Spruds und dann Silina zurücktrat.
Drohungen aus Moskau
Im Zuge der Drohnenvorfälle kam es zudem zu Spannungen mit Russland. Dessen Auslandsgeheimdienst SWR hatte Lettland zuletzt ohne Belege vorgeworfen, ukrainische Drohnen würden von lettischem Gebiet aus gestartet und auch Drohungen gegen das EU- und Nato-Land ausgesprochen. Lettland wies die Äußerungen als unverfrorene Lüge zurück und verurteilte die Drohungen. Auch EU und Nato bekundeten ihren Beistand./awe/DP/zb
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