- Die PepsiCo-Aktie ist niedrig bewertet wie 2008 und 2020.
- Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 5,6 Prozent.
- PepsiCo plant 8,9 Milliarden US-Dollar für Ausschüttungen.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Markus Weingran Während sich an der Wall Street alles um den KI-Boom dreht, könnte sich bei einem traditionsreichen Dividendenwert eine außergewöhnliche Kaufgelegenheit ergeben. Die Aktie des Getränke- und Snackgiganten PepsiCo ist inzwischen so niedrig bewertet wie zuletzt während der Finanzkrise 2008 und des Corona-Crashs 2020. Gleichzeitig bewegt sich die Dividendenrendite auf historischen Höchstständen.
Die Zahlen zeigen allerdings, warum Anleger derzeit vorsichtig sind. PepsiCo steigerte seinen Umsatz im dritten Quartal zwar um 5,6 Prozent auf 25,27 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen. Doch die Inflation belastet die Margen, während insbesondere amerikanische Verbraucher bei Snacks und Softdrinks sparen.
Der Konzern musste deshalb seine Gewinnprognose für 2026 senken. Statt der ursprünglich erwarteten fünf bis sieben Prozent soll der bereinigte Gewinn je Aktie nur noch um 2,5 bis 3,5 Prozent zulegen. Damit droht das Gewinnwachstum sogar hinter der Inflation zurückzubleiben.
Doch ausgerechnet die Schwäche macht die Aktie für Dividendenjäger interessant. PepsiCo hat seine Ausschüttung seit 54 Jahren ununterbrochen erhöht und gehört damit zum exklusiven Kreis der Dividendenkönige. Innerhalb der vergangenen 20 Jahre hat sich die Dividende verfünffacht.
Aktuell liegt die erwartete Dividendenrendite bei rund 4,6 Prozent. Damit beträgt der Abstand zur Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen nur noch etwa einen halben Prozentpunkt. Gleichzeitig wird die Aktie lediglich mit ungefähr dem 15-Fachen des erwarteten Jahresgewinns bewertet.
Auch die langfristige Entwicklung kann sich sehen lassen: In den vergangenen zehn Jahren stieg der bereinigte Gewinn je Aktie durchschnittlich um 5,3 Prozent jährlich. Die Dividende wuchs sogar um durchschnittlich sieben Prozent.
Für 2026 plant PepsiCo Ausschüttungen und Aktienrückkäufe im Gesamtwert von 8,9 Milliarden US-Dollar. Damit werden die verfügbaren Mittel weitgehend an die Aktionäre zurückgegeben. Der finanzielle Spielraum für zusätzliche Investitionen bleibt entsprechend begrenzt.
PepsiCo ist derzeit alles andere als eine Wachstumsrakete. Doch die Kombination aus historisch niedriger Bewertung, außergewöhnlich hoher Dividendenrendite und jahrzehntelanger Ausschüttungsdisziplin könnte langfristige Anleger anlocken. Entscheidend wird sein, ob der Konzern seine Margen stabilisieren und wieder stärker wachsen kann. Dann könnte aus dem vermeintlich langweiligen Dividendenwert eine spannende Turnaround-Story werden.
Redaktion Ariva/MW
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