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Devisen: Euro steigt über 1,11 Dollar - Zollwende stützt Dollar nicht nachhaltig

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Donnerstag deutlich zugelegt. Von der US-Zollwende am Mittwoch hat der US-Dollar nicht nachhaltig profitiert. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag bei 1,1186 Dollar (Dollarkurs) gehandelt. Dies ist der höchste Stand seit Ende September 2024. Im frühen Handel hatte der Euro noch rund einen Cent niedriger notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1082 (Mittwoch: 1,1045) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9023 (0,9053) Euro.

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Die Unsicherheit an den Märkten bleibt hoch. Schließlich hatte US-Präsident Donald Trump die Zölle am Mittwoch für China sogar angehoben. Zudem sind die gerade in Kraft getretenen Zölle nur für 90 Tage ausgesetzt worden. Konjunkturängste bleiben bestehen - zumal die Zeichen im Handelskrieg zwischen den USA und China alles andere als auf Entspannung stehen. Die chinesische Wirtschaft, aber auch die Weltwirtschaft dürfte stark belastet werden, falls die hohen Zölle gegen China so in Kraft bleiben. Das erratische und aggressive Vorgehen von US-Präsident Donald Trump könnte auch das Vertrauen in den US-Finanzmarkt nachhaltig belasten, was sich auch auf den Dollarkurs auswirken würde.

Etwas belastet wurde der Dollar auch durch die in den USA gesunkene Inflationsrate. In den USA hat sich die Inflation im März dank niedrigerer Energiepreise überraschend deutlich abgeschwächt. Die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump wird nach Einschätzung von Ökonomen die Preise aber erst in den kommenden Monaten nach oben treiben. "Die Preisentwicklungen im März sind derweil Makulatur", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. "In Anbetracht des Basiszolls von 10 Prozent auf alle Wareneinfuhren und den massiven Einfuhrgebühren auf chinesische Importe werden die Inflationsraten in den kommenden Monaten deutlich nach oben klettern."

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85755 (0,86435) britische Pfund, 161,28 (159,61) japanische Yen und 0,9299 (0,9278) Schweizer Franken fest. Die Feinunze kostete am Nachmittag in London 3.164 Dollar. Das waren etwa 81 Dollar mehr als am Vortag./jsl/men


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