ANKARA (dpa-AFX) - Deutschland und die Türkei wollen ihre Wirtschaftsbeziehungen weiter ausbauen. "Wir brauchen die Türkei als verlässlichen Handelspartner, aber auch zur Erreichung gemeinsamer politischer Ziele", sagte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche am Rande von politischen Gesprächen in Ankara. Reiche erinnerte dabei an Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine und den Krieg im Iran, der hoffentlich dauerhaft beendet werde.
Für dich zusammengefasst:
Deutschland und die Türkei wollen Wirtschaftsbeziehungen ausbauen.
Die Türkei ist der fünftgrößte Handelspartner der EU.
Reiche plant enge Zusammenarbeit bei erneuerbaren Energien.
Reiche und der türkische Handelsminister Ömer Bolat werteten die Entwicklung des Handels beider Länder positiv. "Die Türkei ist der fünftgrößte Handelspartner der EU", stellte Reiche fest. Sie betonte, dass die Handelsbeziehungen nahezu ausgeglichen seien. Die Investitionen deutscher Unternehmen in der Türkei seien breitgefächert. "Umgekehrt gilt dasselbe." Deutsche Investoren wollten ihre Stellung auf dem türkischen Markt künftig weiter ausbauen.
Reiche will mit der Türkei zudem enger bei der Energieversorgung, insbesondere den erneuerbaren Energien zusammenarbeiten. Das Land sei nicht nur wichtiger Nato-Verbündeter. Für Deutschland gewinne die Türkei zunehmend an Bedeutung für die Diversifizierung der Gas- und Stromversorgung mit verschiedenen Partnern.
Zur Ehren Atatürks
Am Atatürk-Mausoleum erwies Reiche dem Gründer der liberalen Türkei mit einer Kranzniederlegung die Ehre und würdige mit einem Eintrag ins Gästebuch Mustafa Kemal Atatürk. Zum Start ihres zweitägigen Besuchs in Ankara hatte Reiche die Frage beantwortet, ob die innenpolitische Lage mit Repressionen gegen die Opposition zur Sprache kommen solle. Es gebe neben schönen Themen auch komplizierte, so Reiche. "Die werden wir besprechen, aber bestimmt nicht kurz vor Abflug und nicht ins Mikrofon."/bw/DP/stw
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