Darüber hinaus war die Fertigung auch im Mai unerwartet schwach ausgefallen. Das Bundesamt revidierte die Daten nach unten. Demnach wurde 0,1 Prozent weniger produziert, nachdem zuvor ein Anstieg um 1,2 Prozent gemeldet worden war. "Die außergewöhnlich hohe Revision ist auf Korrekturmeldungen einiger Betriebe aus der Automobilindustrie zurückzuführen", erklärte das Bundesamt.
Analysten waren für Juni von einem Rückgang der Produktion ausgegangen, hatten im Schnitt aber nur einen Dämpfer um 0,5 Prozent erwartet. Im Jahresvergleich meldete das Statistikamt ebenfalls einen unerwartet starken Rückgang, und zwar um 3,6 Prozent.
Belastet habe insbesondere eine schwache Entwicklung in der Pharmabranche, wie es weiter in der Mitteilung heißt. Hier meldet das Bundesamt im Juni einen Einbruch der Fertigung um elf Prozent im Monatsvergleich. Außerdem habe der Maschinenbau schwach abgeschnitten, mit einem Rückgang um 5,3 Prozent. Positiv habe sich hingegen ein Zuwachs bei der Energieerzeugung ausgewirkt.
"Die schwache Entwicklung der Industrieproduktion im zweiten Quartal dürfte teilweise Ausdruck einer Gegenbewegung zu den Vorzieheffekten im Zusammenhang mit den angekündigten Zollerhöhungen sein", hieß es vom Bundeswirtschaftsministerium. Wegen der US-Zölle seien "auch zu Beginn des dritten Quartals keine Impulse für einen dauerhaften Aufschwung der Industriekonjunktur absehbar".
Am Vortag war bereits der Auftragseingang enttäuschend ausgefallen. Die Bestellungen waren im Juni erneut gesunken. Ausschlaggebend waren weniger Aufträge in der Autoindustrie und eine schwache Entwicklung bei Großaufträgen. Zuletzt hatte die Bundesbank in ihrem jüngsten Monatsbericht vor erheblichen Belastungen für die deutsche Wirtschaft durch Auswirkungen hoher US-Zölle gewarnt./jkr/jha/
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