Coinbase erhöht den Druck auf Bitcoin-Entwickler

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Symbolische Münzen der Kryptowährungen Litecoin, Ethereum, Bitcoin und Ripple.
- pixabay.com

Coinbase will Bitcoin frühzeitig auf Quantencomputer vorbereiten. In einem Blogbeitrag fordert die Krypto-Börse, die technischen Arbeiten frühzeitig voranzutreiben. Eine spätere Umstellung des Netzwerks dürfte mehrere Jahre dauern, warnt die Krypto-Börse.

"Wir halten es für wichtig, lange vor der Ankündigung eines kryptografisch relevanten Quantencomputers mit den Vorbereitungen zu beginnen", schreibt Coinbase. Änderungen an den Bitcoin-Konsensregeln und die anschließende Umstellung des Ökosystems könnten Jahre beanspruchen. "Deshalb ist es wichtig, dass wir jetzt mit dieser Arbeit beginnen."

Konkret geht es um neue Signaturverfahren, die auch von Quantencomputern nicht geknackt werden können. Coinbase spricht sich für flexible Lösungen aus, bei denen neue Verfahren später ergänzt oder ausgetauscht werden können. Während der Umstellung könnten Wallets sowohl die heutigen als auch neue quantensichere Signaturen unterstützen. Als mögliche technische Grundlage nennt das Unternehmen unter anderem BIP 360.

Was passiert mit alten Bitcoin?

Schwieriger ist der Umgang mit Bitcoin, die über Jahre nicht bewegt wurden oder deren Besitzer keinen Zugriff mehr auf ihre Schlüssel haben. Werden die heutigen Signaturen irgendwann eingeschränkt oder abgeschafft, könnten solche Bestände nicht rechtzeitig auf quantensichere Adressen wechseln. Auch Bitcoin aus der frühen Phase des Netzwerks zählt Coinbase ausdrücklich zu den Beständen, über deren Umgang diskutiert werden müsse.

Werte aus dem Artikel:
Bitcoin 77.032,900 -3,29%
BTC/EUR 68.359,930 -4,84%

Eine fertige Lösung präsentiert das Unternehmen nicht. Die Debatte über verlorene und inaktive Coins dürfe die technische Vorbereitung aber nicht verzögern. Coinbase zeigt sich überzeugt, "dass Bitcoin auch in einer Welt nach dem Aufkommen von Quantencomputern die vertrauenswürdigste Kryptowährung bleiben wird".

Wie konkret die Gefahr für Bitcoin ist, erklärte Quantenphysiker Markus Pflitsch im Gespräch mit BTC-ECHO. Seiner Einschätzung nach sollte die Branche nicht auf den sogenannten Q-Day warten: Die nötigen Technologien seien bereits verfügbar und die Umstellung brauche Zeit. Warum Bitcoin durch Quantencomputer angreifbar werden kann und wie sich das Netzwerk schützen lässt, lest ihr hier: Kann Bitcoin geknackt werden? Quanten-Experte warnt


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