- Chrupalla kritisiert Trumps Vorgehen zu Grönland.
- Er äußert Zweifel an Trumps ernsthaften Absichten.
- Chrupalla steht seit 2019 an der Spitze der AfD.
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Die Europäer müssten ihre Sicherheitsinteressen deutlich machen, sagte Chrupalla. Erneut würden innerhalb der Nato unterschiedliche Interessen deutlich. Die Dinge müssten im Dialog und mit Diplomatie geklärt werden. Skeptisch sieht der AfD-Chef die Erkundungsmission von Bundeswehrsoldaten auf Grönland. "Die Entsendung von deutschen Soldaten in Nato-Bündnisgebiet schwächt das westliche Militärbündnis und stellt es infrage", sagte Chrupalla.
"Wildwest-Methoden" in Venezuela
Kritisch äußerte er sich zum US-Einsatz in Venezuela, bei dem Staatschef Nicolás Maduro und dessen Ehefrau Cilia Flores von Elitesoldaten gefangen genommen und nach New York gebracht wurden. Dort soll ihnen wegen Drogendelikten der Prozess gemacht werden.
"Es darf nicht sein, dass ein Staatsoberhaupt entführt wird, auch wenn es uns nicht gefällt. Solche Wildwest-Methoden lehne ich ab", sagte der AfD-Chef. Maduro sei zwar ein Diktator, der Wahlergebnisse nicht akzeptiere. "Trumps Intervention kann man trotzdem nicht unterstützen, sie ist nicht im Sinne des Weltfriedens."
Chrupalla warnte ferner vor einer "Einmischung" in den Iran. "Es ist eine Aufgabe der Iraner, ihre Regierung auszuwählen." Er hoffe, "dass man im Iran nicht interventionistisch eingreift". "Sonst würden ein großer Krieg mit unzähligen Toten und Verletzten sowie weitere Flüchtlingsströme nach Europa folgen, was nicht im deutschen Interesse wäre", warnte der AfD-Vorsitzende.
AfD-Co-Chef will wieder antreten
Chrupalla steht seit 2019 an der Spitze der Partei, seit 2022 zusammen mit Alice Weidel. Dies will er nach dem Parteitag im Juli fortsetzen. "Alice Weidel und ich haben die Partei weiter professionalisiert und noch erfolgreicher gemacht. Diesen Kurs würde ich gerne gemeinsam fortsetzen und werde daher erneut kandidieren", sagte Chrupalla./shy/DP/zb
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