- Kimi K3 hat 2,8 Billionen Parameter und eine Million Tokens.
- Das Modell benötigt 64 Nvidia-Chips und 1,4 Terabyte Speicher.
- Kimi K3 kostet ähnlich viel wie Claude Sonnet für Tokens.
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Nicolas Ebert Das chinesische Sprachmodell Kimi K3 von Moonshot AI sorgt an den Märkten für Unruhe. Einige Beobachter sprechen bereits von einem möglichen "DeepSeek 2.0". Humberto Nardiello, Fondsmanager bei DPAM, hält diese Sorgen jedoch für überzogen.
Kimi K3 arbeitet mit 2,8 Billionen Parametern und einem Kontextfenster von einer Million Tokens. Nach Angaben von Moonshot AI schlägt das Modell Claude Opus 4.8 in mehreren Tests. Hinter den führenden Modellen Claude Fable 5 und GPT-5.6 Sol bleibt es jedoch zurück.
Reaktion erinnert an DeepSeek-Schock Anfang 2025
Damals fürchteten Anleger, ein günstiges chinesisches Modell könnte die wirtschaftliche Grundlage der westlichen KI-Branche gefährden. Diese Befürchtung erfüllte sich nicht.
Seitdem sind die Investitionen in KI-Infrastruktur deutlich gestiegen. Nach Schätzungen von DPAM erzielt die Branche inzwischen annualisierte Erlöse von rund 175 Milliarden US-Dollar. OpenAI und Anthropic steigerten ihre gemeinsamen Umsätze innerhalb von etwa 18 Monaten von acht Milliarden auf rund 110 Milliarden US-Dollar.
Kimi K3 unterscheidet sich zudem grundlegend von DeepSeek. Das Modell lässt sich nicht mit einfacher Hardware lokal betreiben. Moonshot zufolge benötigt es einen Verbund aus 64 modernen Nvidia-Chips. Allein die Modellgewichte beanspruchen rund 1,4 Terabyte Speicher.
Die 896 Experten des Modells müssen auf zahlreiche Grafikprozessoren verteilt werden. Das erhöht die Anforderungen an die Netzwerkleistung. Für Nardiello ist Kimi K3 deshalb keine Bedrohung für Nvidia. Das Modell zeige vielmehr, wie wichtig leistungsfähige Halbleiter und Rechenzentren bleiben.
Auch bei den Preisen greift Moonshot den Markt nicht aggressiv an. Eine Million Eingabetokens kosten drei US-Dollar. Für eine Million Ausgabetokens werden 15 US-Dollar fällig. Damit liegt Kimi K3 auf einem ähnlichen Niveau wie Claude Sonnet.
Das Modell ist bisher zudem nur in einem rechenintensiven Reasoning-Modus verfügbar. Die Kosten pro Aufgabe liegen laut DPAM bei rund 0,94 US-Dollar und damit fast auf dem Niveau von GPT-5.6 Sol.
Nardiello verweist außerdem auf die sogenannte Distillation. Dabei wird ein Modell mit den Antworten eines leistungsfähigeren Systems trainiert. Problematisch wird das Verfahren, wenn dafür gezielt die Schnittstellen eines Wettbewerbers genutzt werden.
Anthropic hatte Anfang 2026 nach eigenen Angaben zahlreiche verdächtige Konten entdeckt. Viele ließen sich nach China zurückverfolgen und hätten gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen. Darin sieht Nardiello eine rechtliche Asymmetrie zwischen amerikanischen und chinesischen Anbietern.
Auch der Eindruck, China hole ungebremst zur amerikanischen Spitze auf, könne täuschen. US-Labore könnten ihre stärksten Modelle wegen Exportkontrollen und staatlicher Aufsicht vorsichtiger veröffentlichen.
Entscheidend seien ohnehin nicht einzelne Vergleichstests, sondern die Margen der Anbieter. Werden Sprachmodelle zu früh zur austauschbaren Ware, könnten sinkende Preise die Finanzierung der nächsten Modellgeneration gefährden.
Die führenden Labore benötigen hohe Einnahmen, um neue Systeme zu entwickeln. Langfristig wären günstigere Modelle zwar positiv für Cloud-Konzerne, Halbleiterhersteller und Anwender. Noch sei der Markt dafür jedoch nicht reif.
Kimi K3 ist für Nardiello deshalb kein Beleg für den Verlust der westlichen Technologieführerschaft. Das Modell liege etwa eine Generation hinter der Spitze und benötigt selbst enorme Rechenkapazitäten. Es zeige vor allem, wie teuer es geworden ist, technologisch mitzuhalten.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
|
10
|
20
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| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
|
20
|
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