PEKING/WASHINGTON (dpa-AFX) - China und die USA haben vor dem erwarteten Treffen ihrer Präsidenten im September ihre Differenzen im Handel deutlich gemacht. Peking beklagte neue amerikanische Beschränkungen, Washington pochte auf die Einhaltung chinesischer Zusagen.
Für dich zusammengefasst:
China äußerte Besorgnis über US-Handelshürden.
Die USA erhoben einen Zoll von 12,5 Prozent auf Importe.
Einfuhr neuer chinesischer Roboter wurde von den USA beschränkt.
China habe in einem Videogespräch "ernste Besorgnis" über jüngste amerikanische Wirtschafts- und Handelsbeschränkungen geäußert, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Vizepremier He Lifeng sprach mit US-Finanzminister Scott Bessent und dem Handelsbeauftragten Jamieson Greer.
Bessent schrieb auf X, er habe deutlich gemacht, dass er von China die vollständige Einhaltung seiner Zusagen bei Seltenen Erden und amerikanischen Agrarprodukten erwarte. Beide Seiten hätten zudem über gemeinsame Handels- und Investitionsgremien gesprochen. Sie sollen helfen, konkrete Fortschritte zu erzielen.
Zölle und Roboter als weitere Streitpunkte
Die USA verhängten zuletzt einen zusätzlichen Zoll von 12,5 Prozent auf die meisten chinesischen Importe. Washington wirft China vor, kein ausreichendes Einfuhrverbot für Produkte aus Zwangsarbeit durchzusetzen. Peking wies die Kritik zurück und bezeichnete das Vorgehen als einseitig und protektionistisch.
Zudem beschränkten die USA die Einfuhr neuer chinesischer humanoider und vierbeiniger Roboter. Washington begründete die Maßnahmen mit Sicherheitsrisiken. China verlangte ihre Rücknahme und drohte mit Gegenmaßnahmen.
Trump war im Mai zu einem Staatsbesuch in China. Für einen Gegenbesuch nannte Trump den 24. September. Peking hat den konkreten Termin bislang nicht bestätigt. Sollten sich beide Präsidenten zudem beim Apec-Gipfel im November in Shenzhen und beim G20-Gipfel im Dezember bei Miami begegnen, könnten sie in diesem Jahr insgesamt viermal zusammentreffen./jpt/DP/zb
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