Chef der CME Group warnt vor Krypto: "Katastrophe, die nur darauf wartet, zu passieren"

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Finanzcharts auf einem Smartphone (Symbolbild).
- © danielvfung / iStock / Getty Images Plus / Getty Images

Der Chef der weltweit größten Terminbörse hat die ersten in den USA zugelassenen Perpetual Futures scharf kritisiert. Terry Duffy, Chairman und CEO der CME Group, warnte am Donnerstag auf der Piper Sandler Global Exchange & Fintech Conference, dass die Produkte Kleinanleger deutlich höheren Hebeln aussetzen könnten als die an der CME gelisteten Märkte.

Duffy verwies darauf, dass Perpetual Futures an einigen Offshore-Börsen mit Hebeln von 20x bis teils 250x gehandelt würden. Bei den Krypto-Produkten der CME liege der Rahmen dagegen bei etwa 5x. “Ich habe große Bedenken, wie diese Kontrakte ausgestaltet sind”, sagte Duffy auf der Konferenz. “Ich möchte nicht sehen, dass Menschen, die solche Produkte nicht verstehen, aus einem Kontrakt herausgespült werden, in dem sie von Anfang an nichts zu suchen hatten.”

Duffy zog zudem Parallelen zum Marktumfeld vor der Finanzkrise 2008. “Ich glaube wirklich, dass wir uns im Jahr 2007 befinden”, sagte er. “Der Immobilienmarkt wurde durch den Spekulationsmarkt ersetzt, einschließlich Prognosemärkten und allem anderen. Das könnte eine Katastrophe sein, die nur darauf wartet, zu passieren.”

Duffys Aussagen fielen nur wenige Tage, nachdem die Commodity Futures Trading Commission die ersten an Krypto-Kurse gekoppelten Perpetual Futures genehmigt hatte. Die Prognosemarkt-Plattform Kalshi listete die Kontrakte am 29. Mai.

Perpetual Futures ermöglichen es Tradern, gehebelte Positionen auf die Kursentwicklung eines Assets einzugehen, ohne dass der Kontrakt ein Ablaufdatum besitzt. Klassische Futures werden dagegen zu einem festgelegten Fälligkeitstermin abgerechnet. Der globale Handel mit Perpetual Futures wird bislang von Offshore-Plattformen dominiert. Hyperliquid kam im Mai auf 6,6 Prozent des monatlichen Perpetual-Volumens.

Die CME Group und Intercontinental Exchange hatten die CFTC zuvor aufgefordert, Offshore-Märkte für Perpetual Futures genauer zu prüfen, nachdem die Struktur außerhalb traditioneller Börsen zunehmend an Bedeutung gewonnen hatte. Mehrere US-Börsen haben ebenfalls geprüft, ähnliche Produkte auf den Markt zu bringen.

Duffy kritisierte zudem den Genehmigungsprozess der CFTC. Die Prüfung sei in kürzerer Zeit abgeschlossen worden als das übliche Self-Certification-Fenster.

Auf dem Krypto-Markt herrscht währenddessen Tristesse. Bitcoin ist zuletzt auf unter 62.000 US-Dollar gefallen, Zcash sogar auf rund 300 US-Dollar.



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